Rezension „Be with me“ von J. Lynn

© Piper

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„Be with me“ von J. Lynn, ein Pseudonym für Jennifer L. Armentrout, würde ich gerne nochmal von vorne lesen. Bitte. Denn es war eine ziemlich gewaltige und schöne Überraschung – trotz einiger mich störender Details. So werde ich zum Beispiel nie verstehen, warum in Jugendromanen das „Objekt der Begierde“ so häufig als unglaublich gut aussehend beschrieben wird. Muss es denn immer ein Six Pack sein? Und warum muss die Augenfarbe je nach Stimmung von Sturmgrau zu einem leuchtenden Silberglanz wechseln? Also, ich kenne niemanden, bei dem das funktioniert. Ihr? Nichtsdestotrotz war „Be with me“ ein Genuss, der mich an warmen Kakao, ein Sofa und eine kuschelige Decke erinnert.

Über das Buch
Teresa Hamilton wollte immer nur eines: Tänzerin werden. Doch als ihr großer Traum nach einer Verletzung plötzlich in weite Ferne rückt, ist es Zeit für Plan B: ein College-Abschluss. Kurz darauf trifft sie am Campus nicht nur ihren großen Bruder Cam, sondern auch dessen besten Freund Jase – der Teresa einst den unglaublichsten Kuss gegeben hat, den die Welt je gesehen hat. Danach hat er allerdings kein Wort mehr mit ihr gesprochen, und auch jetzt will er ganz offensichtlich nichts mit ihr zu tun haben. Nur warum brennt sich sein Blick dann noch immer so tief in ihr Herz?

Mein Eindruck
Hier muss ich unterscheiden zwischen dem ersten und dem zweiten Eindruck. Zuerst dachte ich nämlich: Bloß nicht schon wieder ein Jugendroman, in dem sich ein junges Mädchen zu einem enorm attraktiven, geheimnisvollen Typen vom College hingezogen fühlt, der sie zwar auch toll und unwiderstehlich findet, sich aber aus unerfindlichen Gründen von ihr fernhält. Gegen seinen Willen und entgegen seiner Gefühle, versteht sich.

Was mich dennoch weiterlesen ließ, waren die sympathischen Hauptcharaktere Teresa und Jase und der lockere Schreibstil der Autorin. Ein Glück, denn die vermeintlich vorhersehbare Geschichte entwickelte überraschende Wendungen. J. Lynn thematisiert sensibel und einfühlsam, welche Auswirkungen Gewalt in einer Beziehung auf alle Beteiligten haben kann, wie die Opfer damit umgehen, welche Gefühle hervorgerufen werden und wie sie verarbeitet werden müssen. Sie
erzählt, wie Lebensträume durch Verletzungen zerstört werden und was Verlust bedeutet. Und nicht zuletzt beschreibt sie natürlich, wie stark die Liebe inmitten all dieser zerstörerischen Elemente sein kann.

Der Ton ist, ganz gleich bei welchem Thema, von Herzlichkeit, Witz und Wärme geprägt. So ist es ein Leichtes die Hauptcharaktere zu mögen. Nur sind sie, wie schon gesagt, manchmal einfach eine Spur zu perfekt, zu korrekt oder eben schlicht zu schön. Ein paar mehr Ecken und Kanten hätten „Be with me“ glaubwürdiger gemacht.

Zum Verlag

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4 Gedanken zu “Rezension „Be with me“ von J. Lynn

  1. ❤ Ich liebe die Bücher von J. Lynn 😀 Ich habe alle 5 bisher auf deutsch erschienen Romane in meinem Regal stehen und freue mich schon auf den letzten Band.
    Einen wirklich schönen Blog hast du hier!

    Liebe Grüße, Vanessa

    Gefällt mir

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