Was ich gerade lese: „Gegenspiel“ von Stephan Thome

thome_gegenspielDas hier habe ich letzte Woche in meinem Briefkasten entdeckt: „Gegenspiel“ von Stephan Thome. Der Klappentext hat mich zwar nicht direkt überzeugt (verstörende Bücher mag ich selten), doch es soll auch berühren und voller psychologischer Betrachtungen sein – und das wiederum mag ich sehr. Spannend klang es. Und herausfordernd. Also bin ich in die Geschichte eingetaucht, sobald ich mit „Be with me“ durch war. Was für ein Kontrast! 🙂 Der Anfang war mühsam, immer drohte meine Aufmerksamkeit zu schwinden, doch nun bin ich schon halb fertig mit Lesen – fast, ohne es gemerkt zu haben. Gleich geht es weiter, so dass ich euch hoffentlich noch vor meinem Urlaub mehr dazu erzählen kann.

Über das Buch

Maria ist achtzehn und möchte raus aus Portugal. Mitte der Siebzigerjahre bietet das Land einer jungen Frau wenig Perspektiven. Maria aber will nicht heiraten und Kinder kriegen, sie will mehr vom Leben. Als das neue Jahrzehnt anbricht, geht sie nach Berlin, beginnt ein Studium und eine Beziehung mit einem rebellischen Theatermacher, die bald scheitert. Allen Plänen vom unabhängigen Leben zum Trotz findet sich Maria schließlich als Ehefrau und Mutter in der nordrhein-westfälischen Provinz wieder und schaut ihrem Mann Hartmut beim Karrieremachen zu. Lang arrangiert sie sich mit den Verhältnissen, aber als die Tochter erwachsen und auf dem Sprung aus dem Haus ist, trifft Maria eine Entscheidung.

„Gegenspiel ist ein berührender und manchmal verstörender Roman über Täuschung und Selbsttäuschung, über Aufbruch und Verantwortung, auch gegenüber dem eigenen Leben – ein Roman voller Empathie und psychologischer Raffinesse.“

Über den Autor

Stephan Thome wurde am 23. Juli 1972 in Biedenkopf, Hessen geboren. Nach dem Zivildienst in einer sozialpsychiatrischen Einrichtung in Marburg studierte er Philosophie, Religionswissenschaft und Sinologie in Berlin, Nanking, Taipeh und Tokio. 2005 erschien unter dem Titel Die Herausforderung des Fremden: Interkulturelle Hermeneutik und konfuzianisches Denken seine Dissertationsschrift. Zur selben Zeit begann er als DFG-Stipendiat am Institut für Chinesische Literatur und Philosophie der Academia Sinica zu arbeiten, wo er über konfuzianische Philosophie des 20. Jahrhunderts forschte. Bis 2011 betätigte er sich als wissenschaftlicher Mitarbeiter an verschiedenen Forschungseinrichtungen in Taipeh und übersetzte unter anderem Chun-chieh Huangs Werk Konfuzianismus: Kontinuität und Entwicklung ins Deutsche. Sein Roman Grenzgang gewann 2009 den aspekte-Literaturpreis für das beste Debüt des Jahres und stand – wie auch sein zweiter Roman Fliehkräfte – auf der Shortlist zum Deutschen Buchpreis. 2014 wurde Thome von der Akademie der Künste Berlin mit dem Kunstpreis Literatur ausgezeichnet. Im gleichen Jahr erhielt die Verfilmung des Romans Grenzgang den Grimme-Preis. Seit 2011 lebt und arbeitet Stephan Thome als freier Schriftsteller; derzeit lebt er in Lissabon.

Stephan Thome
Gegenspiel
Erschienen: 10.01.2015
Gebunden, 464 Seiten
ISBN: 978-3-518-42465-0
22,95 Euro
Zum Verlag

♥ Herzlichen Dank an den Suhrkamp Verlag ♥
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