Lügnerin von Ayelet Gundar-Goshen | Rezension

Warum wir lügen – tiefgründig und berührend. 

Auf „Lügnerin“ von Ayelet Gundar-Goshen aus dem Kein & Aber Verlag wurde ich beim durchforsten der Verlagsvorschauen aufmerksam. Die mit dem Sapir-Preis für das beste Debüt Israels ausgezeichnete Autorin studierte Psychologie und so ist es schon fast natürlich, dass sie ihre Charaktere bis in ihr Innerstes durchleuchtet. Was geschieht, wenn ein Missverständnis zu einer Lüge heranwächst, die das Leben einer jungen Frau von Grund auf verändert? Was geht in den Menschen vor, die von der Lüge wissen? Was geschieht mit den Menschen, die unter der Lüge zu leiden haben? Ayelet Gundar-Goshen geht diesen Fragen auf den Grund. Wie mir das Buch gefallen hat, erfahrt ihr in meiner Rezension.

gundar-goshen-lügnerin-2

Weiterlesen

Advertisements

Die Schlange von Essex von Sarah Perry | Rezension

Atmosphärischer Blick auf London und Essex im Jahr 1893. Auf Medizin und Kirche, gesellschaftliche Konventionen und die Wirrungen der Liebe.

„Die Schlange von Essex“ von Sarah Perry ist auf die vielfältigste Weise ein faszinierendes Buch, das den britischen Buchpreis 2017 für den besten Roman vollkommen zu Recht gewonnen hat. Die Autorin spielt darin die unterschiedlichsten Themen gegeneinander aus: Medizin und Wissenschaft gegen Religion und den Glauben, Armut gegen Wohlstand, das Leben in der Stadt gegen das Leben auf dem Land, Wahn gegen Realität, Liebe gegen Vernunft. Alles zusammen ergibt ein äußerst eingehendes und nuanciertes Bild von London und Essex im Jahre 1893, mitten im sogenannten Viktorianischen Zeitalter. Mehr Details zu diesem besonderen Werk erfahrt ihr in meiner Rezension.

perry_die schlange von essex

Weiterlesen

Einmal im Jahr für immer von Sarah Ricchizzi | Rezension

Eine intensive Geschichte über das Leben und den Tod. Gleichzeitig sprühend vor Humor und Lebensfreude.

Ich habe den allergrößten Respekt vor Autoren und noch etwas größeren Respekt habe ich vor Autoren, die als Selfpublisher alles mehr oder weniger alleine auf die Beine stellen. Die Freude am Schreiben, am Geschichten erzählen, treibt sie aber alle gleichermaßen dazu an, sich jeden Tag an ihren Text zu setzen und daran zu feilen, bis er perfekt ist. Ich muss dies meiner Rezension vorwegnehmen, da ich über den Blog von Sarah Ricchizzi einen Teil des Schreib- und Entstehungsprozesses von „Einmal im Jahr für immer“ miterlebte. Was für eine Arbeit hinter einem Buch steckt! Umso magischer war folglich der Moment, als ich das Ergebnis dann mit eigenen Augen sah und es tatsächlich in Händen hielt! Mächtig aufgeregt und ein wenig nervös habe ich begonnen, es zu lesen. Wie es mir gefallen hat, erfahrt ihr in meiner Rezension.

ricchizzi_einmal im jahr für immer

Weiterlesen

Alle Farben der Nacht von Jonas Zauels | Rezension

Sprachgewaltiges und intensives Roman-Debüt, das erschüttert und berührt. 

Für manche Rezensionen fühle ich mich zu klein. Ich fühle mich ihnen nicht gewachsen, vor allem, wenn mich der Roman sprachlich und inhaltlich so sehr gefangennimmt und beeindruckt, wie dieses Debüt: „Alle Farben der Nacht“ von Jonas Zauels. Der Autor, gerade einmal Mitte zwanzig, schreibt so gut. Metaphorisch, philosophisch, nüchtern, poetisch, gleichzeitig jugendlich und reif – seine Worte fühlen sich schlicht energiegeladen an. Herrje, manchmal kann man einfach nur dankbar sein, auf ein Buch aufmerksam gemacht worden zu sein.

zauels_alle farben der nacht

Weiterlesen

Hörbuch-Rezension | Der Club von Takis Würger

„Der Club“ von Takis Würger, Redakteur beim Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“, war in den Wochen seit Erscheinen des Romans in aller Munde. Ich begegnete begeisterten Stimmen und stolperte auf sämtlichen Social-Media-Kanälen über das schlichte, aber dennoch (oder eben deshalb) auffällige Cover. Lange sträubte ich mich dagegen, das Buch selbst zu lesen bzw. es mir anzuhören, doch letztendlich siegte die Neugier. Mehr zum Hörbuch erfahrt ihr in meiner Rezension.

würger_der club

Weiterlesen

Rezension | Die Unvergesslichen von Val Emmich

„Some dance to remember, some dance to forget“ – diese Zeile aus dem Lied „Hotel California von den Eagles ging mir nicht mehr aus dem Kopf, während ich „Die Unvergesslichen“ (Originaltitel: The Unforgettables) von Val Emmich las. Musik kann das, sie kann Erinnerungen wecken und sie kann einen vergessen lassen. Im Roman geht es genau darum: Um das Vergessen, das Erinnern und Musik. Außerdem geht es um Lebensträume, Ängste, Familie und Freundschaft. Ich war umgehend fasziniert und danke daher dem Droemer Knaur Verlag ganz herzlich für das Rezensionsexemplar. Mehr zur Geschichte erfahrt ihr in meiner Rezension.

emmich_die unvergesslichen

Weiterlesen

Rezension | Ich, Eleanor Oliphant von Gail Honeyman

„Ich, Eleanor Oliphant“ von Gail Honeyman ist die Geschichte über eine einsame junge Frau. Das Buch erzählt, warum das so ist, wie Eleanor die Einsamkeit verkraftet, und wie sie daraus ausbrechen kann. Ein Thema, das mich sehr reizt, denn sind wir nicht alle dann und wann einsam? Ich war es früher oft, denn wir zogen häufig um und ich tat mich immer schwer damit, neue Freundschaften zu knüpfen. Trotz aller Nähe zum Thema also, ist es nun aber schwer, die richtigen Worte zu finden. Denn viele Teilabschnitte von „Ich, Eleanor Oliphant“ sind gut, haben mir gefallen, mich berührt, doch weitaus mehr Abschnitte haben mich stirnrunzelnd in die Seiten schauen lassen. Noch dazu lassen sich die jeweiligen Abschnitte nur schwer miteinander in Einklang bringen. Details erfahrt ihr in meiner Rezension.

honeyman_ich eleanor oliphant

Weiterlesen

[Rezension] Sweetgirl von Travis Mulhauser

Ehe der Frühling so richtig beginnt, möchte ich noch von einem Überraschungs-Winterlesetipp aus dem Hause dtv erzählen. „Sweetgirl“ von Travis Mulhauser wurde mir angekündigt als „ein Roman, der in den tiefverschneiten Bergen Michigans spielt und eine packende, wilde Mischung aus anrührend, witzig und grotesk ist; dessen Charaktere dich auch nach dem Lesen nicht loslassen; dessen Atmosphäre an Filme wie ›True Grit‹ und ›Winter’s Bone‹ erinnert und dessen Ton an Songs erinnert, die mit rauer Stimme am Lagerfeuer gesungen werden“. Inwiefern ich den Roman so erlebte oder auch nicht, erfahrt ihr in meiner Rezension.

mulhauser_sweetgirl

Weiterlesen

[Rezension] „Nordnordwest“ von Sylvain Coher

Thalassophobie, das ist die Angst vor dem Meer, und diese Phobie habe ich. Mir genügt es schon, nur an die Tiefe des Meeres zu denken, und mein Magen schlägt Saltos. Angesichts dessen war es eine Herausforderung, den Roman „Nordnordwest“ von Sylvain Coher zu lesen, in dem drei Jugendliche ohne Erfahrung über den Ärmelkanal segeln. Doch da war etwas, das mich an der Geschichte reizte. Die unverbrauchte Thematik? Das ungewöhnliche Setting? Die Dreierkonstellation der Charaktere? In meiner Rezension erfahrt ihr, ob mir der Roman gefallen hat. Vielen Dank an den dtv Verlag für das Rezensionsexemplar.

coher_nordnordwest

Weiterlesen

[Rezension] „Realitätsgewitter“ von Julia Zange

Ich liebe Katzen, daher musste ich direkt erstmal jauchzen, als ich dieses Cover sah. Doch mindestens genauso faszinierte mich der Klappentext, so dass schnell klar war, dass ich „Realitätsgewitter“ von Julia Zange unbedingt lesen wollte. Geschichten wie diese, die von einem jungen Menschen handeln, der mit sich selbst und seinem Leben zu kämpfen hat, üben einen großen Reiz auf mich aus. Daher meinen herzlichsten Dank an den Aufbau Verlag, dass ich diesen Roman lesen durfte.

zange_realitatsgewitter

Weiterlesen