Zane gegen die Götter, Band 1: Sturmläufer von J. C. Cervantes | Rezension

Wird ein Buch von Rick Riordian, dem Autor der Percy Jackson-Reihe, höchstpersönlich empfohlen, dann sorgt das sicherlich für Aufruhr unter Riordian-Fans. Der Autor hat mit seiner Reihe die griechische Mythologie für junge Leser lebendig gemacht, nun zieht J. C. Cervantes nach und erweckt die Mythen und Legenden der Maya zu neuem Leben. Zwar habe ich nie einen Percy Jackson-Band gelesen, doch haben mich früher Barbara Zimmer Bradley („Die Nebel von Avalon“, „Die Feuer von Troia“) und heute Madeline Miller („Circe“, „Das Lied des Achill“) mit ihren Nacherzählungen und Neuinterpretationen von Legenden und Mythen begeistert. Daher war ich sehr gespannt, wie das Thema „Maya“ für Leser ab 12 Jahren aufbereitet wurde.

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Rowan & Ash – Ein Labyrinth aus Schatten und Magie von Christian Handel | Rezension

Habt ihr schon einmal einen Fantasyroman gelesen, in dem der Held sich nicht in die Prinzessin verliebt, sondern in den Königssohn? Mit seinem Jugendbuch „Rowan & Ash – Labyrinth aus Schatten und Magie“ schlägt Autor Christian Handel genau diesen Weg ein und hat mich mit seiner queeren Liebesgeschichte komplett begeistert. Doch nicht nur dieser Aspekt ist großartig, sondern auch das ganze Drumherum ist stimmig: Der Plot, die Figuren, das Setting, der Schreibstil. Ein Roman voller Abenteuer, Herz und Humor.

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Elbendunkel: Kein Weg zurück (Band 1) von Rena Fischer | Rezension

Vielen wird Rena Fischer durch ihre „Chosen“-Reihe bekannt sein („Chosen – Die Bestimmte“ und „Chosen – Das Erwachen„). Nun hat sie mit „Elbendunkel: Kein Weg zurück“ den Auftakt eines neuen dystopischen Fantasyromans geschrieben. Gewohnt temporeich und fesselnd erzählt sie von einem San Francisco im Jahre 2044, einer Zeit, in der Elben und Menschen zusammenleben. Doch über die Jahre hinweg haben sich die Spannungen zwischen beiden Spezies verhärtet und Luz wächst in einer Welt auf, in der besonders Dunkelelben gefürchtet und unterdrückt, Lichtelben hingegen geduldet werden. Rassismus ist an der Tagesordnung, Elbenkinder werden in Erziehungseinrichtungen untergebracht und Mischlinge haben es nicht viel leichter. Doch davon bekommt Luz, Tochter des Chefs der Elbensicherheitsbehörde wenig mit, bis sie auf ein verhängnisvolles Date mit Lichtelben-Mischling Niall geht und dort dem geheimnisvollen Darel begegnet.

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Trickster’s Queen (Trickster’s Duet, Band 2) von Tamora Pierce

Es ist mal wieder Zeit für einen Fantasyroman, der bereits vor einigen Jahren erschien. Wer meinen Blog kennt wird wissen, dass ich großer Fan der Autorin Tamora Pierce bin, deren Romane voller Magie, Spannung und starken Frauenfiguren stecken. Autorinnen wie Sarah J. Maas und Leigh Bardugo schätzen Pierce für ihre schriftstellerische Leistung. „Trickster’s Queen“ ist der zweite und abschließende Band der „Trickster’s Duet“-Dilogie, einer Reihe der Autorin, die ich kürzlich erst aufgestöbert habe. Ähnlich wie in ihren anderen Romanen geht es um eine junge Frau, die unter widrigen Umständen lernt, ihren Weg zu gehen.

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An Ember in the Ashes (Band 1) von Sabaa Tahir | Rezension

Es ist nie gut, wenn ein Mensch oder eine Bevölkerungsgruppe denkt, sie sei besser, stärker oder klüger als andere Menschen und dominiert diese. Sei es aus religiösen, ethnischen, finanziellen oder sonst welchen Gründen. Das sehen wir aktuell in der Welt und das sieht man in „An Ember in the Ashes“ (dt. Elias & Laia – Die Herrschaft der Masken) von Sabaa Tahir. Auch in diesem Fantasy-Roman entspringt aus einem ungleichen Machtgefüge für jeden Einzelnen ein Leben voller Ungerechtigkeit, Angst und Gewalt. Keine leichte Kost. Doch wer sich darauf einlassen möchte, den erwartet ein spannungsreicher und emotionsgeladener Reihenauftakt mit wundervoll komplexer Handlung.

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Chain of Gold: Die letzten Stunden (Band 1) von Cassandra Clare | Rezension

Cassandra Clare und die Schattenjäger – ich bin süchtig nach diesen Buchreihen! Es ist diese typische Mischung aus Fantasy und Romantik, die bei mir einfach einen Nerv trifft. Hinzu kommt, dass Clare inzwischen eine ganz eigene Welt erschaffen hat, inklusive umfangreichem Stammbaum zu jeder Figur, in die man immer wieder gerne zurückkehrt. Wer also für einige Zeit der Realität entkommen will, ist hier gut aufgehoben. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, allerdings knüpft „The Last Hours“ unmittelbar an die „The Infernal Devices“-Reihe an, in der Tessa Gray, Nachfahrin einer Schattenjägerin und eines höheren Dämons, Will Herondale und Jem Carstairs einander kennenlernen. In „Chain of Gold“ geht es um die Kinder von Tessa und Will sowie deren Freunde. Es bietet sich daher an, diese Reihe vorab gelesen zu haben – zumal sie eine der besten Reihen aus Clare’s Feder sind, wie ich finde. „Chain of Gold“ tritt hier also in große Fußstapfen.

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Lia – Die Prophezeiung der Königin von Tamora Pierce | Rezension

Erst kürzlich las ich den Auftakt zu Tamora Pierce’s neuester Fantasyreihe, „Tempests and Slaughter (The Numair Chronicles, Band 1)„. Mit „Lia – Die Prophezeiung der Königin“ (im Original: „Trickster’s Choice“) reiste ich wieder in die Vergangenheit und knüpfte inhaltlich an die erste große Tortall-Saga der Autorin an. In der „Trickster-Reihe“ begleiten wir Lia, die Tochter von Alanna, der heldenhaften Ritterin im Land Tortall. Sie ist also einerseits die Tochter einer Kriegerin und hat den Gauner und Spion George zum Vater. Was für Gene ihr da in die Wiege gelegt wurden! Es ist also kein Wunder, dass Lia Ambitionen hat, in die Fußstapfen ihres Vaters zu treten. Wer „Alanna von Trebond 1-4“ sowie „Dhana 1-4“ kennt, wird sich in diesem Roman direkt heimisch fühlen, kommen doch alle bekannten und geliebten Figuren vor oder sie werden zumindest erwähnt. Und ebenso wie in allen ihren Romanen, besticht Pierce auch hier mit einer großartigen Geschichte, viel Ideenreichtum und einer starken und im positivsten Sinne eigensinnigen Frauenfigur.

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Tempests and Slaughter (The Numair Chronicles, Band 1) von Tamora Pierce | Rezension

Sarah J. Maas, Leigh Bardugo und viele mehr bewundern Tamora Pierce für ihre Werke. Gleiches gilt auch für mich, seit ich ihre Alanna-Reihe mit zwölf Jahren in einer Schulbibliothek für mich entdeckt habe. Bei Tamora Pierce treffen detailliert ausgearbeitete Welten auf eine Handlung, die vor Ideenreichtum nur so strotzt. Ihre Figuren sind liebenswert und facettenreich, vor allem die Frauen sind stark und unabhängig. Hinzu kommt ein Schreibstil, der einen regelrecht in diese fremde Welt entführt. Nun erschien mit „Tempests and Slaughter“ der Auftakt einer neuen Reihen, genannt „The Numair Chronicles“, und ich habe mich mit Begeisterung darauf gestürzt. Was den Leser erwartet? Magie, Götter, Intrigen, Freundschaft und Liebe!

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The Wicker King von Kayla Ancrum | Rezension

Ich wage zu behaupten, dass niemand auch nur den Hauch einer Ahnung hat, worauf er sich mit „The Wicker King“ von Kayla Ancrum einlässt. Zumindest erging es mir so. Der Klappentext ließ mich eine vollkommen anders ausgerichtete Handlung erwarten, doch was ich stattdessen las, war intensiv. Dunkel. Mysteriös. Aufwühlend. Herzzerreißend. Die Krux an der Sache ist, dass man unter Umständen lange im Dunkeln tappt und den Kern der Geschichte nicht versteht. Doch das macht nichts, denn die Bilder und die Sprache sind so stark, dass man unweigerlich mitgezogen wird. Das Thema entfaltet sich schleichend, anfangs nur wenig greifbar, am Ende trifft es einen mit voller Wucht. Denn in der Welt von Jack und August verschmelzen Realität und Fiktion aus speziellen Gründen, die einem schier das Herz brechen. (Achtung, diese Rezension enthält Spoiler. Das Fazit ist spoilerfrei.)  

Jack pulled him in almost to his chest, then rested his head in the curve of August’s neck. „What would you do for me?“
August shivered while he thought up an answer. „I don’t know. Anything, probably.“
„Do you really mean that?“
(Seite 170)

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Im Schatten des Fuchses von Julie Kagawa | Rezension

„Im Schatten des Fuchses“ ist mein erster Roman von Julie Kagawa, doch ich hatte natürlich schon viel von ihr gehört und über ihre fantastischen Jugendbuchreihen gelesen. Umso neugieriger war ich auf ihre neue „Schatten-Serie“, die zwar auf klassische Jugendfantasy inklusive Liebesgeschichte mit den üblichen Konflikten schließen ließ, doch das japanische Setting, Gestaltwandler, Mönche, Dämonen und Samurai – das versprach interessant zu werden. Ob es das auch war, erfahrt ihr in dieser Rezension.

„Ich sehe mich, Meister Isao.“ Ich fragte mich, ob es diesmal die richtige Antwort war. „In meiner wahren Gestalt. Ohne Illusion oder Abwehr. Ich sehe eine Kitsune.“ (Seite 29)

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