[Filmkritik] „Ich und Earl und das Mädchen“, ein Film von Alfonso Gomez-Rejon

Wie kann man nur auf die Idee kommen, für einen Film eine derart schlechte Buchvorlage auszuwählen? Das war mein erster Gedanke, nachdem ich das Buch von Jesse Andrews gelesen hatte. Wen es interessiert, hier die Rezension. Doch vielleicht hat sich der Regisseur ja etwas dabei gedacht? Vielleicht hat er das Beste herausgearbeitet und vertieft? Leider wurde ich enttäuscht, denn er hält sich ziemlich genau an die Vorlage…

Original Trailer

Deutscher Trailer

Weiterlesen

Advertisements

Das Schicksal ist ein mieser Verräter – John Green

John Green habe ich als den weltbesten Youtube-Nerd kennengelernt. Denn sein Bruder Hank und er sind gemeinsam die vlogbrothers. Total verrückt, chaotisch und unfassbar lustig. Dann fing er an zu schreiben. Seit Erscheinen des ersten Buches (Looking for Alaska, 2005), bin ich absolut verliebt in seine Art, Geschichten zu erzählen, seine lebensnahen Szenarien und seine glaubwürdigen Charaktere. Wirklich keines seiner insgesamt sechs Bücher ist schlecht! Jedes rührte mich (allzu oft auch zu Tränen), bereicherte mich, machte mich glücklich und gleichzeitig tieftraurig.

Entsprechend hohe Erwartungen hatte ich an die erste Verfilmung. Was mich im Laufe der Produktion grenzenlos beruhigte: John Green war mit an Bord und bei jedem Detail involviert. Und zum Glück ist er äußerst aktiv auf Facebook, so dass  man viele Produktionsschritte mitverfolgen konnte. Manchmal bekam ich bereits von den Postings Gänsehaut. Doch worum geht es eigentlich?

Zum Film
Hazel (Shailene Woodley) und Gus (Ansel Elgort) sind zwei außergewöhnliche Teenager, die ihren Sinn für Humor und ihre Abneigung gegen Konventionen teilen. Die beiden verlieben sich unsterblich ineinander und auch ihre Beziehung ist nichts weniger als außergewöhnlich – nicht nur weil eine Sauerstoff-Flasche Hazels ständige Begleiterin ist und Gus dauernd Witze über seine Bein-Prothese macht! Gemeinsam fliegen die beiden nach Amsterdam, um dort Peter van Houten
(Willem Dafoe) zu treffen, den Autor von Hazels Lieblingsbuch. Eine faszinierende, poetische und zutiefst bewegende Liebesgeschichte nach dem vielfach ausgezeichneten Bestseller des US-Autors John Green.

Mein Eindruck
Das Schicksal ist ein mieser Verräter ist eindeutig einer meiner liebsten Filme. Warum? Nun ja, erstens ist und bleibt die Buchvorlage einfach gut. Zweitens wurde das Drehbuch hervorragend adaptiert. Drittens wurden beim Casting mit Shailene Woodley und Ansel Elgort sehr talentierte und auf natürliche Weise ergreifende Schauspieler ausgewählt. Manchmal braucht es sogar nicht mehr als einen Blick und die Tränen laufen unaufhaltsam.

Doch nicht nur Shailene Woodley (wir kennen sie natürlich auch aus den Filmen „Divergent“ und „Insurgent“) und Ansel Elgort machen den Film zu dem was er ist. Die Nebendarsteller sind ebenfalls stark und ergänzen den Film um weitere Facetten. Denn ebenso wie Hazel und Gus mit ihrem Schicksal zu kämpfen haben, werden auch Familie und Freunde davon mitgerissen. Allen voran Hazels Eltern, gespielt von Laura Dern und Sam Trammell sowie Nat Wolff als Isaac schenken dem Film sehr viel Wärme und Eindringlichkeit.

Im Vordergrund steht aber die Liebesgeschichte von Hazel und Gus – ungewöhnlich, humorvoll und nicht die Spur kitschig. Und wer am Ende des Films nicht in alle miteinander verliebt ist: selbst Schuld 😉 Denn kaum jemand schafft es derart gut, das Tragische, Romantische und Lustige in Jugendromanen und -filmen zusammenzubringen wie John Green.

Weitere Informationen

Trailer Englisch

Trailer Deutsch