Clean von Juno Dawson | Kurzrezension

Bildlich stelle ich mir einen tiefen Zug aus einem Joint vor, stelle mir die Qualmwolke vor, den Schleier, und wie verwischt meine scharfen Kanten dann wären. Ich will wieder pastell sein. Schweinchenrosa. Ich fühle mich zu deutlich zu ausgeprägt. (Seite 188)

„Lexi ist reich, cool, ein It-Girl – und heroinsüchtig.“ So lautet der erste Satz auf dem Klappentext von „Clean“ von Juno Dawson. Und dieser Satz fasst die Handlung des Young Adult Romans auch ideal zusammen. Lexi stirbt beinahe an einer Überdosis, weshalb sie in die Clarity-Klinik gebracht wird, eine Einrichtung für reiche Jugendliche, in der sie mit dem Entzug beginnt. Der Roman ist in vielerlei Hinsicht ziemlich interessant. Lexi ist provokant, manchmal ein richtiger Snob und gleichzeitig aber auch sehr emotional und sensibel. Im Verlauf der Handlung und in der Therapie zeigt sie alle ihre Facetten. Auch die Rahmenbedingungen sind stimmig – von den anderen Charakteren bis hin zu Lexis Vergangenheit und Leben außerhalb der Klinik. Das macht „Clean“ zu einem runden Lesevergnügen.

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