Postscript – Was ich dir noch sagen möchte von Cecilia Ahern | Rezension

Mit „Postscript – Was ich dir noch sagen möchte“ knüpft Cecilia Ahern an ihren Erfolgsroman „P.S.: Ich liebe dich“ an, der im Jahr 2005 erschien. Die Geschichte um Verlust und Trauer, aber auch Freundschaft und Hoffnung bewegte mich damals sehr und so begann ich ihren neuen Roman mit einigen Erwartungen zu lesen. In mancher Hinsicht wurden die Erwartungen erfüllt, doch zu großen Teilen kam „Postscript“ leider nicht an den Vorgänger heran. Warum das so war, erläutere ich in meiner Rezension. Doch zuvor möchte ich noch ein Lob an die Agentur „ehrlich & anders“ aussprechen, die das Erscheinen des Buches mit einer Aktion begleitet haben. Ganz im Sinne der Geschichte von Holly und Gregg wurden drei Briefe verschickt, die Zitate aus dem Buch beinhalteten sowie Fragen, die zum Nachdenken anregten. Der finale Brief enthielt eine To-Do-Liste mit Aufgaben, mit denen ich mir, aber auch anderen etwas Gutes tun kann. Diese Aktion hat mich begeistert und dafür möchte ich mich herzlich bedanken.

Wir wollen unseren Tod kontrollieren, unseren Abschied von der Welt, und wenn wir das nicht können, wollen wir wenigstens bestimmen, wie wir sie hinter uns lassen. (Seite 141)

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Superhero von Anthony McCarten | Rezension

Ja, der Junge auf der Brücke vergleicht sich mit verglühenden Sternen, während er darauf wartet, dass die einzelnen Elemente seines Todeswunsches – Ekel, Wut, Schmerz, Übelkeit, Schwäche, Frustration, Ungerechtigkeit, Neid, Einsamkeit, Reue – sich zu einer Kraft verbinden, die ausreicht, ihn in die Tiefe zu stoßen. (Seite 38)

Auf der diesjährigen LitBlog Convention hatte ich das Glück, der Lektorin Anna von Planta lauschen zu können, die von ihren Begegnungen mit Anthony McCarten und seinen Werken sprach. Sie erzählte auch von ihrem ersten Eindruck von „Superhero“ und ihrem Erstaunen über dieses ungewöhnliche Manuskript. Der Roman ist in Teilen wie ein Theaterstück, wie ein Comic, wie ein Drehbuch geschrieben – ein Sammelsurium der verschiedenen Möglichkeiten, eine Geschichte zu erzählen. Doch nicht allein das macht „Superhero“ zu dem, was es ist: zu einem besonderen Werk.

Denn unabhängig vom Erzählstil hat Anthony McCarten eine äußerst feinfühlige Geschichte über einen todkranken Jungen geschrieben, die gleichzeitig traurig, überraschend witzig und vielschichtig ist. Der Autor nimmt das Schicksal von Donald Delpe ernst, zeichnet es aber nicht nur Grau in Grau. Vielmehr strotzt „Superhero“ förmlich vor Farbe und Leben, nicht zuletzt wegen der Comic-Szenen, die man als Leser auf Anhieb vor Augen hat. Sie bringen Abwechslung ins Lesen, ebenso wie in Donald’s tristen Alltag zwischen Behandlungen und Therapie und die Zeit mit seiner Familie. Die Comic-Geschichten sind wunderbar überspitzt und im Grunde dreht sich alles nur um Superhelden und Schurken und Sex. Vor allem Letzterer ist omnipräsent in Donald’s Gedanken und gleichzeitig ein wichtiges Plotelement.

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[Rezension] „Heart. Beat. Love.“ von James Patterson

Wenn ich eines gelernt habe mit diesem Buch, dann, dass man immer erst einen Blick hinein werfen sollte, bevor man es kauft. Denn so entging mir, dass „Heart. Beat. Love“ mit Fotos von den Protagonisten bebildert ist. Die Fotos auf dem Cover zeigen einige Beispiele. Empfinde nur ich das so, oder würde euch das auch enorm stören? Ich versuchte während des Lesens verzweifelt, nicht auf die Bilder zu achten und mich stattdessen auf die Geschichte zu konzentrieren. Ob mir das gelang, erfahrt ihr in meiner Rezension.

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[Filmkritik] „Ich und Earl und das Mädchen“, ein Film von Alfonso Gomez-Rejon

Wie kann man nur auf die Idee kommen, für einen Film eine derart schlechte Buchvorlage auszuwählen? Das war mein erster Gedanke, nachdem ich das Buch von Jesse Andrews gelesen hatte. Wen es interessiert, hier die Rezension. Doch vielleicht hat sich der Regisseur ja etwas dabei gedacht? Vielleicht hat er das Beste herausgearbeitet und vertieft? Leider wurde ich enttäuscht, denn er hält sich ziemlich genau an die Vorlage…

Original Trailer

Deutscher Trailer

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[Rezension] „Ich und Earl und das Mädchen“ von Jesse Andrews

Was soll ich bloß zu diesem Buch sagen? Es hat mich unfassbar zwiegespalten zurückgelassen. Es ist das dümmste und nervigste Buch, das ich seit langer Zeit gelesen habe und gleichzeitig ehrlich und echt und am Ende sogar richtig schön. Wie das geht? Hier erfahrt ihr es…

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[Rezension] [#Leseparty fbm15] „Die Unwahrscheinlichkeit von Liebe“ von A. J. Betts

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© S. Fischer Verlage

A. J. Betts erzählt in ihrem Roman „Die Unwahrscheinlichkeit von Liebe“ von zwei Teenagern aus Perth, Australien, die an Krebs erkrankt sind. Zac leidet an Leukämie, bei Mia wurde ein Tumor im Fußknöchel entdeckt. Sie liegen im gleichen Krankenhaus, ihre Zimmer grenzen aneinander. Zwischen ihnen nur eine dünne Wand. Sie kennen sich nicht, sehen einander nicht, und dennoch verbindet sie die gemeinsame, beängstigende Erfahrung. Aus ersten Klopfzeichen an der Wand werden Chat-Gespräche mitten in der Nacht. Aus einer Leidensgemeinschaft wird tiefe Freundschaft.

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[Kurzmeldung] „Die Unwahrscheinlichkeit von Liebe“ von A. J. Betts

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© KJB

Kennt ihr das auch? Ihr seht ein Buch und wisst SOFORT, dass es euch unendlich gut gefallen wird – ihr seid sozusagen schock-verliebt? 🙂 So ging es mir, als ich dieses Buch in der Bücherei entdeckt habe. Ich liebe das Cover, ich liebe den Titel, der Inhalt klingt toll – und jetzt verliebe ich mich Seite um Seite mehr in das Buch 😀

Also kurz zwischendurch: dieses Buch ist (bis jetzt) ein neues Lieblingsbuch!

Über das Buch

Kopf an Kopf liegen Zac und Mia in ihren Krankenhausbetten, nur durch eine dünne Wand getrennt. Diagnose: Krebs. Gefühlszustand: isoliert und allein. Im normalen Leben hätten sie wahrscheinlich nichts miteinander zu tun. Aber im Krankenhaus gelten andere Regeln. Man braucht Kraft, um die Zeit dort durchzustehen. Und noch mehr Kraft, um in die normale Welt zurückzukehren. In einer dieser Welten braucht Zac Mia. Und in der anderen braucht Mia Zac. Oder vielleicht brauchen sie sich gegenseitig. Jetzt und für immer.

Verlag: FISCHER KJB
Preis: 8,99 Euro
ISBN-13: 978-3596856619
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren

Zum Verlag

Das Schicksal ist ein mieser Verräter – John Green

John Green habe ich als den weltbesten Youtube-Nerd kennengelernt. Denn sein Bruder Hank und er sind gemeinsam die vlogbrothers. Total verrückt, chaotisch und unfassbar lustig. Dann fing er an zu schreiben. Seit Erscheinen des ersten Buches (Looking for Alaska, 2005), bin ich absolut verliebt in seine Art, Geschichten zu erzählen, seine lebensnahen Szenarien und seine glaubwürdigen Charaktere. Wirklich keines seiner insgesamt sechs Bücher ist schlecht! Jedes rührte mich (allzu oft auch zu Tränen), bereicherte mich, machte mich glücklich und gleichzeitig tieftraurig.

Entsprechend hohe Erwartungen hatte ich an die erste Verfilmung. Was mich im Laufe der Produktion grenzenlos beruhigte: John Green war mit an Bord und bei jedem Detail involviert. Und zum Glück ist er äußerst aktiv auf Facebook, so dass  man viele Produktionsschritte mitverfolgen konnte. Manchmal bekam ich bereits von den Postings Gänsehaut. Doch worum geht es eigentlich?

Zum Film
Hazel (Shailene Woodley) und Gus (Ansel Elgort) sind zwei außergewöhnliche Teenager, die ihren Sinn für Humor und ihre Abneigung gegen Konventionen teilen. Die beiden verlieben sich unsterblich ineinander und auch ihre Beziehung ist nichts weniger als außergewöhnlich – nicht nur weil eine Sauerstoff-Flasche Hazels ständige Begleiterin ist und Gus dauernd Witze über seine Bein-Prothese macht! Gemeinsam fliegen die beiden nach Amsterdam, um dort Peter van Houten
(Willem Dafoe) zu treffen, den Autor von Hazels Lieblingsbuch. Eine faszinierende, poetische und zutiefst bewegende Liebesgeschichte nach dem vielfach ausgezeichneten Bestseller des US-Autors John Green.

Mein Eindruck
Das Schicksal ist ein mieser Verräter ist eindeutig einer meiner liebsten Filme. Warum? Nun ja, erstens ist und bleibt die Buchvorlage einfach gut. Zweitens wurde das Drehbuch hervorragend adaptiert. Drittens wurden beim Casting mit Shailene Woodley und Ansel Elgort sehr talentierte und auf natürliche Weise ergreifende Schauspieler ausgewählt. Manchmal braucht es sogar nicht mehr als einen Blick und die Tränen laufen unaufhaltsam.

Doch nicht nur Shailene Woodley (wir kennen sie natürlich auch aus den Filmen „Divergent“ und „Insurgent“) und Ansel Elgort machen den Film zu dem was er ist. Die Nebendarsteller sind ebenfalls stark und ergänzen den Film um weitere Facetten. Denn ebenso wie Hazel und Gus mit ihrem Schicksal zu kämpfen haben, werden auch Familie und Freunde davon mitgerissen. Allen voran Hazels Eltern, gespielt von Laura Dern und Sam Trammell sowie Nat Wolff als Isaac schenken dem Film sehr viel Wärme und Eindringlichkeit.

Im Vordergrund steht aber die Liebesgeschichte von Hazel und Gus – ungewöhnlich, humorvoll und nicht die Spur kitschig. Und wer am Ende des Films nicht in alle miteinander verliebt ist: selbst Schuld 😉 Denn kaum jemand schafft es derart gut, das Tragische, Romantische und Lustige in Jugendromanen und -filmen zusammenzubringen wie John Green.

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Trailer Englisch

Trailer Deutsch