Der Mauersegler von Jasmin Schreiber | Rezension

Die Themen Krankheit, Tod und Trauer spielten in „Marianengraben“, dem Debütroman von Jasmin Schreiber, eine zentrale Rolle. In ihrem neuen Roman greift sie diese Themen erneut auf, setzt jedoch andere Schwerpunkte. In „Der Mauersegler“ es geht um Reue und Schuld, um Ambitionen und Fehler im eigenen Handeln. Wie lebt man mit tragischen Konsequenzen? Kann man vor den eigenen Fehlern weglaufen? Kann man vor sich selbst fliehen? „Der Mauersegler“ hat mich durchweg begeistert, der Roman ist zutiefst emotional, ich schwankte zwischen Wut, Fassungslosigkeit, Ohnmacht und Traurigkeit. Und dennoch hat Jasmin Schreiber es auch hier wieder geschafft, mich zum Lachen zu bringen. Eine großartige Mischung und ein wundervolles Werk, über das ihr hier mehr erfahrt.

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Chain of Iron: Die letzten Stunden (Band 2) von Cassandra Clare | Rezension

Nachdem mir „Chain of Gold: Die letzten Stunden (Band 1)“ so gut gefallen hat, erscheint im August endlich auch die Fortsetzung in Deutschland. Ich habe „Chain of Iron: Die letzten Stunden“ bereits auf Englisch gelesen und erzähle euch hier, wie mir Band 2 gefallen hat. Wieder dreht sich alles um James und Lucie, die Kinder von Tessa und Will, und deren Freunde Cordelia, Matthew, Thomas, Christopher und Anna. Es geht um den Kampf gegen Dämonen, unerklärbare Morde an Schattenjägern, Geister, Lügen und Geheimnisse und natürlich um die Liebe. Das spannende und romantische Fantasy-Abenteuer setzt sich folglich nahtlos fort.

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The Witch Queen. Entfesselte Magie von Verena Bachmann | Rezension

Eine Hexe, die für ein Verbrechen verantwortlich gemacht wird und ihre Unschuld beweisen muss? Ein attraktiver Gestaltwandler, der ihr dabei hilft? Eine magische Welt voller Geheimnisse? Manchmal muss so ein Buch wie „The Witch Queen. Entfesselte Magie“ von Verena Bachmann einfach sein – romantisch, magisch und spannend. Noch dazu, wenn es einen mit so einem wunderschönen Farbschnitt um die Finger wickelt. Hier hat sich der Carlsen Verlag viel Mühe bei der Gestaltung gegeben. Doch entgegen meiner Erwartungen konnte mich dieser Roman inhaltlich leider nicht überzeugen, meine Begeisterung endete bei der Optik. Da ich sehr viele positive Meinungen zu „The Witch Queen“ gelesen habe, verweise ich jedoch dringend darauf, im Zweifel auch diese zu lesen, da diese Rezension lediglich meine persönliche Sichtweise widerspiegelt. Welche Aspekte mir nicht gefielen, erfahrt ihr hier.

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Mit dir leuchtet der Ozean von Lea Coplin | Rezension

„Mit dir leuchtet der Ozean“ von Lea Coplin war für mich genau der richtige Roman für den Start in den Sommer. Die Geschichte entführt Leser:innen nach Fuerteventura, schenkt einem ein Kribbeln im Bauch, zaubert ein Lächeln ins Gesicht und hat nebenbei auch einen angenehmen Tiefgang. Es geht um Penny und Milo, die einander während der Schulzeit nicht viel zu sagen hatten. Auch ein Partyspiel und ein wahnsinnig toller Kuss in einem Schrank ändern daran nichts, zu sehr belasten beide familiäre Sorgen – bis sie sich drei Jahre und sieben Monate später zufällig als Mitarbeiter im Solana Sunshine Club auf Fuerteventura wiedersehen. Sie suchen Abstand zu ihrem alten Leben, doch kann das gelingen, wenn einen die Vergangenheit und die Erinnerung an einen Kuss einholen?

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Gemma. Sei glücklich oder stirb von Charlotte Richter | Rezension

„Gemma. Sei glücklich oder stirb“ ist ein ziemlich provokanter Titel, finde ich, zumindest für ein Jugendbuch. Bei einem Thriller würde er als normal durchgehen, doch davon ist die Handlung recht weit entfernt. Ich stehe dem Titel zwar skeptisch gegenüber, inhaltlich geht es in diesem Near-Future-Fantasyroman jedoch tatsächlich um genau das: Wer nicht glücklich ist, stirbt. Denn vor weniger als hundert Jahren, also in unserer Gegenwart, landete „der Glanz“ aus dem Weltraum in einer Stadt in Deutschland. Alle Menschen in unmittelbarer Umgebung starben und der Glanz, ein regenbogenfarbig schillerndes Etwas, überzog den Himmel rund um den gesamten Erdball. Fortan müssen die Menschen glücklich sein, wer dies nicht ist, löst sich in besagtem Glanz auf. Klingt ziemlich nach Science-Fiction, oder? Auf jeden Fall ist die Idee ungewöhnlich und da der Roman zudem aus der Feder einer deutschen Autorin stammt, war ich neugierig genug, um diesen Titel zu lesen. Wie mir „Gemma. Sei glücklich oder stirb“ gefallen hat, erfahrt ihr hier.

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So wie du mich kennst von Anika Landsteiner | Rezension

„So wie du mich kennst“ von Anika Landsteiner erzählt von der engen Beziehung zwischen zwei Schwestern und von der Schwierigkeit, plötzlich alleine zurückzubleiben. Es geht um Karla und Marie, die einander so nahestehen und sich im Wesen doch sehr unterscheiden. Marie sehnt sich fort aus dem kleinen Dorf Seekirch in Unterfranken, in dem sie aufgewachsen sind und in dem jeder jeden kennt und jeder alles vom anderen weiß. Sie möchte als Fotografin Karriere machen und Neues erleben. Karla hingegen fühlt sich wohl in ihrer Heimat, mit ihrem Job bei der Lokalzeitung und ihrem vorhersehbaren, ruhigen Leben. Worauf sie nicht vorbereitet ist, ist die gähnende Leere, die nach dem Tod von Marie in ihr herrscht. Und auch nicht auf die Fragen, die ihr Tod aufwirft. Was hat ihre Schwester vor ihr verheimlicht? Wie soll Karla ohne Marie weiterleben, wie diese Lücke in der Familie füllen? Und sollte ihr eigenes Leben nicht eigentlich „größer“ sein oder ist es okay, mit weniger glücklich zu sein?

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Das Lied der Wölfe von Rena Fischer | Rezension

„Das Lied der Wölfe“ ist der erste Erwachsenenroman von Rena Fischer, die zuvor die fantastischen und abenteuerlichen Jugendbuch-Reihen „Elbendunkel“ und „Chosen“ schrieb. In ihrem neuen Buch geht es um die Liebe, Wölfe, Schottland, PTBS, eine toxische Beziehung und familiäre Konflikte – und ich war mehr als gespannt darauf. Würde es der Autorin gelingen, mich auch mit diesen Themen zu fesseln? Würde es sich um einen klassischen Liebesroman handeln oder würde mich mehr erwarten? Ich antworte direkt: Ja und nochmals ja! „Das Lied der Wölfe“ hat mich von Anfang bis Ende restlos begeistert, überrascht und berührt. Dieser Roman fesselte mich und er ist so viel mehr als „nur“ eine Liebesgeschichte. Leser:innen erwartet eine vielschichtige, hervorragend recherchierte, wundervoll geschriebene Geschichte mit großartigen Figuren.

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A Sky Beyond the Storm (Elias & Laia, Band 4) von Sabaa Tahir | Rezension

Der letzte Band der „Elias & Laia“-Reihe von Sabaa Tahir hat es in sich. Wow, was für eine Reise! Es ist lange her, dass mich eine Reihe dieser Länge derart begeistert hat, doch die Autorin schafft es einfach sehr gekonnt, Abenteuer, Fantasy, Kriege und Blutvergießen sowie große Gefühle in Worte zu fassen. Auch im letzten Band, „A Sky Beyond the Storm“ überraschte sie mich dabei mit unvorhersehbaren Wendungen und einem wahrhaft grandiosen Finale. Denn nun geht es um die Frage, ob Laia, der Blood Shrike oder der Soul Catcher den Nightbringer und seine Jinn aufhalten können – oder ob die Welt dem Untergang geweiht ist.

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Adults von Emma Jane Unsworth | Rezension

Jenny, die Protagonistin in „Adults“ von Emma Jane Unsworth, ist Kolumnistin, Mitte 30 und hat ihre Social-Media-Präsenz und überhaupt ihr ganzes Leben im Griff. Meistens zumindest. Wenn sie nicht gerade kurz davor steht, ihren Job zu verlieren. Und wenn sie sich nicht mit derart vielen Fragen, Unsicherheiten, Ängsten und Zweifeln hinsichtlich Instagram & Co. herumplagen müsste! War der Kommentar fröhlich und kreativ genug? Sollte sie ihn lieber löschen? Aber was, wenn der Kommentar schon gelesen wurde? Solche Gedanken haben wir sicherlich alle ab und an schon einmal gehabt, doch bei Jenny nimmt die Abhängigkeit vom Handy ganz andere Ausmaße an. Emma Jane Unsworth beleuchtet in „Adults“, was Jenny antreibt, wie Social Media ihr Leben und vor allem ihre Selbstwahrnehmung beeinflusst und welche Rolle Erfahrungen in ihrer Kindheit und das Verhältnis zu ihrer Mutter bei all dem spielen.

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Die Liebesbriefe von Abelard und Lily von Laura Creedle | Rezension

„Die Liebesbriefe von Abelard und Lily“ ist das Jugendbuch-Debüt von Laura Creedle. Darin geht es um ADHS, Legasthenie, Asperger, Liebe, Familie, Schule und Freundschaft. Eine ungeheure Bandbreite und doch hängen all diese Themen ganz eng miteinander zusammen. Lily hat ADHS und Legasthenie. Abelard leidet an Asperger. Für beide sind der Schul- und Familienalltag eine Herausforderung, Lily belastet zusätzlich die Trennung ihrer Eltern. Trotz allem bemüht sie sich, die erforderlichen Leistungen für die Schule zu erbringen und scheitert doch immer wieder. Die Medikamente helfen, doch sie lassen die Welt stumpf erscheinen, sie hat keinen Appetit mehr, weder auf Essen, noch auf das Leben an sich. So kämpft sie Tag für Tag – mit sich, ihren fliegenden Gedanken, ihrer Impulsivität, ihrem Drang, wegzulaufen vor allem, was sie belastet. Bis sie sich dazu entschließt, die Medikamente abzusetzen und sich ausgerechnet in Abelard verliebt, der in fast jeglicher Hinsicht ganz anders ist als sie.

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