Neuerscheinungen April 2021 – Tara Eglington, Katy Rose Pool und mehr

Mein Favorit unter den Neuerscheinungen im April ist eindeutig „Long Distance Playlist“ von Tara Eglington – die Kombination aus Liebesgeschichte und Musik ist einfach unschlagbar. Doch auch „Wie man eine Raumkapsel verlässt“ von Alison McGhee klingt großartig. Für alle, die „Age of Darkness“ Band 1 gelesen haben, lockt diesen Monat endlich die Fortsetzung. Darüber hinaus haben mich zwei weitere Titel neugierig gemacht, die ihr hier entdecken könnt. Viel Spaß beim Stöbern!

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Neuerscheinungen Oktober 2020 – Colleen Hoover, Liza Grimm und mehr

Der Herbst ist da und mit ihm viele Lesestunden in gemütlichen Lesesesseln inklusive Kuscheldecke, Kuschelsocken, Tee, Kerzenschein und vielleicht noch ein wenig Musik im Hintergrund. Eine Vorstellung, die unsere Bücherherzen höher schlagen lässt, nicht wahr? Falls du dich auch schon so auf den Leseherbst freust wie ich, kann ich diese Neuerscheinungen ans Herz legen. Sie klingen alle auf ihre individuelle Weise richtig gut. Am meisten bin ich auf „LoveStar“ gespannt, den Roman des isländischen Autors Andri Snær Magnason. Denn: Island! Futuristische Technik! Widerstand und Liebe! Eine großartige Mischung. Aber auch die Romantik, Fantasy und ernste Romane warten im Oktober darauf, gelesen zu werden. Zu welchem dieser Bücher würdest du am liebsten greifen? Viel Spaß beim Stöbern!

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Neuerscheinungen im September 2019 – Antje Babendererde, Sarah Perry und mehr

Im September erscheinen eine Reihe von Büchern, auf die ich mich sehr freue. Allen voran „Schneetänzer“ von Antje Babendererde. Von ihr habe ich bereits zahlreiche Bücher gelesen, unter anderem „Wie die Sonne in der Nacht„, und sie berührt mich immer wieder aufs Neue mit ihren einfühlsamen Geschichten. Außerdem werde ich mich an „Melmoth“ von Sarah Perry wagen, einem laut Herausgeber „wunderbar unheimlichem Roman“. Hoffentlich werde ich mich nicht zu sehr gruseln! Perry konnte mich bereits mit „Die Schlange von Essex“ begeistern, daher bin ich gespannt auf ihr neues Werk. Eventuell werde ich auch „Im Schatten des Fuchses“ von Julie Kagawa lesen. Die Geschichte klingt sehr stereotyp, doch irgendetwas daran reizt mich, und meinem Bauchgefühl habe ich bisher immer nachgegeben. Darüber hinaus klingt „Das Leben spielt hier“ von Sandra Hoffmann ungemein schön und wenn ein finnischer Autor, „Das Licht in deinen Augen“ von Tommi Kinnunen, daherkommt, kann ich auch kaum widerstehen. Welche dieser Neuerscheinungen begeistert euch? Viel Spaß beim Stöbern!

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Lieber Mr. Salinger von Joanna Rakoff | Rezension

Wenn man Salinger liest, ist es nicht so, als läse man eine Erzählung; es ist, als flüstere einem Salinger höchstpersönlich seine Geschichten ins Ohr. Die Welt, die er in seinen Texten erschafft, ist greifbar, real und zugleich so wunderbar überhöht, als wandelte er mit freiliegenden Nervenenden auf Erden. (Seite 240)

In diesem wundervollen Roman erinnert sich die Autorin Joanna Rakoff an ihre Zeit in einer Agentur für Autoren, die J. D. Salinger vertritt. Sie ist Anfang 20, als sie dort zu arbeiten beginnt und anstatt die literarische Welt zu erobern, muss sie sich mit den Gegebenheiten eines technisch etwas rückständigen Arbeitgebers zufrieden geben. Doch beinahe ohne, dass Joanna es merkt, beginnen die verschrobene Agentur und ihre nicht minder verschrobene Arbeitgeberin ihr Herzen zu erobern. Ihr Job beginnt ihr zu gefallen, nicht zuletzt wegen des berühmten Salinger. Joanna verändert sich im Laufe ihres Jahres in der Agentur, insbesondere ihre Sicht auf ihr Leben, ihre Arbeit, ihren künstlerischen Schaffensprozess, ihre Beziehung und ihre Freundschaften. Und ebenso „greifbar, real und zugleich überhöht“ wie Salinger seine Geschichten erzählt, ebenso intensiv schreibt auch Joanna Rakoff ihren Roman „Lieber Mr. Salinger“.

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Mein Ein und Alles von Gabriel Tallent | Rezension

„Mein Ein und Alles. Mein Ein und Alles.“
„Ja“, sagt sie.
„Nur meins?“
„Nur deins“, sagt sie, und er presst seine Wange gegen ihre Hüften, presst sie eindringlich an sie, blickt zu ihr herauf, die Arme um ihr Kreuz geschlossen. (Seite 129)

Ich hasse diese Geschichte. Ich hasse es, dass der Waffenbesitz, der in den USA möglich ist, und die damit einhergehende Waffengewalt, eine so große Rolle in „Mein Ein und Alles“ spielen. Gleichzeitig aber liebe ich diese Geschichte, denn Gabriel Tallent hat mit Turtle und Martin Charaktere erschaffen, die ganz tief fühlen, die unglaublich falsch denken, die sich verlaufen haben, die orientierungslos und verzweifelt sind und die sich in kranker Liebe aneinender binden. Es tut weh, diesen Roman zu lesen, der mich abstieß und gleichzeitig anzog. „Mein Ein und Alles“ ist eine einzige faszinierende Herausforderung.

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Sofia trägt immer Schwarz von Paolo Cognetti | Rezension

„Die Frau mit den zwei Gesichtern“, erwidert Marta. „Siehst du das? Nicht nur das Auge, sondern auch die Braue, der Mundwinkel und diese kleine Narbe an der Wange – dein Gesicht ist total asymmetrisch.“
„Und so soll ich sein? Asymmetrisch?“. (Seite 138)

Es gibt ein abstraktes Kunstwerk, an das ich beim Lesen von „Sofia trägt immer Schwarz“ von Paolo Cognetti denken musste. Metallsplitter hängen wie in der Bewegung erstarrt in der Luft, in ihrer Mitte ein leerer Raum. Anfangs meinte ich, das Metall sei das zu beurteilende Kunstwerk, doch letztendlich war der Raum die Essenz von allem. Der Raum ist es, worauf es ankommt, die Metallsplitter erfüllen nur den Zweck, diesen Raum sichtbar zu machen. Ganz ähnlich erging es mir mit Sofia. Sie ist kaum greifbar, sie ist wandelbar und flüchtig. Nirgends wird sie sesshaft, ihre Gedanken und Gefühle behält sie unter Verschluss. Stattdessen sind es die Menschen, denen sie im Verlauf der Geschichte begegnet, die durch ihre gemeinsamen Erlebnisse eine Art „Sofia-Raum“ entstehen lassen und auf diese Weise den Kern von Sofias Wesen erfassen.

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Neuerscheinungen im September 2018 – Victoria Schwab, Sarah Perry und mehr

Geht es nur mir so oder rast das Jahr nur so vorbei? Kaum zu glauben, dass ich schon wieder zu den Herbstvorschauen der Verlage greife, um nach interessanten Neuerscheinungen zu stöbern. Doch viel wichtiger ist natürlich, dass sich darin ganz viele kuriose, originelle und schöne Geschichten tummeln. Wie zum Beispiel „Die Prophezeiung der Giraffe“ von Judith Pinnow. Oder „Sofia trägt immer Schwarz“ von Paolo Cognetti. Mit dabei auch „Das erste Gewand“ von Guram Dotschanaschwili, das meistgelesene Buch in Georgien endlich in deutscher Übersetzung. Ist etwas für euch dabei? Ich wünsche euch viel Spaß beim Stöbern.

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