Wo einst Leben war von Lena Wanke | Rezension

Mit „Wo einst Leben war“ von Lena Wanke erwartet euch eine Dystopie, die anderen Dystopien in vielerlei Hinsicht ähnelt, die aber dennoch absolut aus der Masse heraussticht. Diese Geschichte ist wahrhaftig düster, hoffnungslos und erbarmungslos. Worum es geht: Den Menschen ist der eigene Planet fremd geworden. Sie leben in Hochhäusern im Land Kaimar D., das nach diversen Naturkatastrophen und Kriegen von Götz Kaimar regiert wird. Die Menschen sollen ein sorgloses Leben führen, zahlen dafür jedoch mit dem Verlust jeglicher Selbstbestimmung und Individualität. Ein hochmodernes Gefängnis. Von der alten Welt sind nur noch Trümmer übrig, die heiße Sonne hat die Landschaft versengt und alles Lebendige getötet. Es gibt keine Bäume, keine Tiere, kaum Wasser. Durch diese Wüstengegend schleppen sich die Geschwister Jona, Tobias, Luki und Emma sowie Taube, ein kleines Mädchen, das sie unterwegs bei sich aufgenommen haben. Sie fliehen vor einem Leben in den Hochhäusern, sie wollen ihre Freiheit nicht aufgeben. Doch der Preis für diese Freiheit ist ein Leben in ständiger Angst.

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