BOHÈME von Jonas Zauels | Rezension

Eine unerwartete Verwechslung und schon hat Felicia eine neue Identität, sie kann sich ganz neu erfinden! Eine einmalige Chance, die man ergreifen sollte, findet sie. So beginnt „BOHÈME“ von Jonas Zauels, der mich bereits mit seinem Debütroman „Alle Farben der Nacht“ begeisterte. Aus Felicia wird also Florence, ein Mädchen, das ihre Tage mit reichen, von sich selbst und dem Alkohol berauschten Künstlern verbringt, die tagtäglich ein künstliches Ich erschaffen, das sich über das fade „normale“ Ich erhebt, das glänzt und scheint. Ein großartiges Leben! Doch ist das letztendlich alles nur ein Trugschluss? In seinem zweiten Roman macht Zauels vieles anders als in seinem ersten Werk, die Geschichte ist humorvoller und etwas schwereloser. Was jedoch bleibt, ist der intensive Blick auf die Figuren, ihre Gedanken und Empfindungen sowie ihre Entwicklung.

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