Falling Skye – Kannst du deinem Verstand trauen (Band 1) von Lina Frisch | Rezension

Die USA sind zu den Gläsernen Nationen geworden, in denen Transparenz und Vertrauen groß geschrieben werden. Damit sollen Diskriminierung, Populismus und impulsive Entscheidungen der Vergangenheit angehören. Zu diesem Zweck werden Menschen in Rationale und Emotionale unterteilt, je nach natürlicher Veranlagung. Mit Hilfe eines Testverfahrens wird ermittelt, welchem „Trait“ man angehört. Klingt sehr nach der Dystopie-Reihe „Die Bestimmung“ von Veronica Roth? Auch hier werden Menschen in verschiedene Gruppen unterteilt, die ihrem Charakter am ehestens entsprechen. Es gibt anfangs tatsächlich zahlreiche Überschneidungen, wodurch meine Erwartungen im ersten Drittel etwas enttäuscht wurden. Doch dranbleiben lohnt sich, denn danach wurde ich überrascht: die Geschichte nimmt eine Wendung, mit der ich überhaupt nicht gerechnet hatte.

Die Traits sorgen für Gleichheit zwischen Hautfarben, Geschlechtern und Religionen. Das ist es, was mein Vater mir beigebracht hat und wofür die ganze Welt uns feiert. (Seite 278)

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[Rezension] „Caroline & West – Lass mich nie mehr los“ von Ruthie Knox

Endlich habe ich die Fortsetzung von „Caroline & West – Überall bist du“ gelesen. Vielen lieben Dank an die Egmont Verlagsgesellschaften mbH, dass ich „Lass mich nie mehr los“ lesen durfte! Den ersten Band hatte ich glücklicherweise noch gut in Erinnerung, so dass der Einstieg problemlos klappte. In Band 1 kamen Caroline und West nach einigem Hin und Her zusammen, nur um am Ende wieder auseinander gebracht zu werden. In Band 2 erfahren wir, ob sie wieder zueinander finden.

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[Rezension] Tahereh Mafi: Bände 1-4

Ich fürchte mich nicht, Zerstöre mich, Rette mich vor dir, Vernichte mich

Diese Sprache! Ich könnte baden in dieser poetischen Ausdrucksform, ich würde sie am liebsten so genüsslich auf meiner Zunge zergehen lassen wie ein Löffel voll Nutella. Fast jeder Satz lässt mich vor Entzücken lächeln – und das, obwohl die Geschichte weitestgehend alles andere als zum Lächeln ist. Doch Tahereh Mafis Art, die ungewöhnlichsten Metaphern zu finden und in einen großartigen Kontext zu setzen, der die Geschichte bereichert, hinterlässt mich sprachlos. Dieses Buch ist ein Muss für alle, die es lieben, mit der Sprache und mit Wörtern zu spielen. Die ersten vier Bände von insgesamt fünf sind sprach- und bildgewaltig und illustrieren eine ziemlich fantasie-, aber auch gewaltreiche Geschichte ganz wunderbar.

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