Elbendunkel: Kein Weg zurück (Band 1) von Rena Fischer | Rezension

Vielen wird Rena Fischer durch ihre „Chosen“-Reihe bekannt sein („Chosen – Die Bestimmte“ und „Chosen – Das Erwachen„). Nun hat sie mit „Elbendunkel: Kein Weg zurück“ den Auftakt eines neuen dystopischen Fantasyromans geschrieben. Gewohnt temporeich und fesselnd erzählt sie von einem San Francisco im Jahre 2044, einer Zeit, in der Elben und Menschen zusammenleben. Doch über die Jahre hinweg haben sich die Spannungen zwischen beiden Spezies verhärtet und Luz wächst in einer Welt auf, in der besonders Dunkelelben gefürchtet und unterdrückt, Lichtelben hingegen geduldet werden. Rassismus ist an der Tagesordnung, Elbenkinder werden in Erziehungseinrichtungen untergebracht und Mischlinge haben es nicht viel leichter. Doch davon bekommt Luz, Tochter des Chefs der Elbensicherheitsbehörde wenig mit, bis sie auf ein verhängnisvolles Date mit Lichtelben-Mischling Niall geht und dort dem geheimnisvollen Darel begegnet.

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Neuerscheinungen August 2020 – Cassandra Clare, Sally Rooney und mehr

Fans von Cassandra Clare können sich auf den August freuen, denn dann erscheint „Chain of Gold – Die letzten Stunden (1)“ endlich auf Deutsch. Ich habe den Roman bereits auf Englisch gelesen und kann euch schon einmal verraten, dass sich das Warten gelohnt hat. Der Auftakt der Reihe ist wahnsinnig gut! Sehr gespannt erwarte ich außerdem „Normale Menschen“ von Sally Rooney, das in England gefeiert und sogar bereits verfilmt wurde. Darüber hinaus klingen „Aus schwarzem Wasser“ von Anne Freytag, „Ich war der Lärm, ich war die Kälte“ von Jenny Downham und „Nach der Sonne“ von Jonas Eika äußerst interessant. Worauf seid ihr neugierig? Viel Spaß beim Stöbern!

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flüchtig von Hubert Achleitner | Rezension

Würde ich ein Buch schreiben wollen, würde ich mir wünschen, es auf diese Art und Weise zu schreiben. „flüchtig“ von Hubert Achleitner ist für mich eine literarische Kostbarkeit, die mich auf eine intensive, emotionale und beinahe schon philosophische Reise von Österreich bis nach Griechenland mitnahm. So reich an Gefühl, Witz und Weisheit! So kann nur jemand schreiben, der viel erlebt hat, könnte man meinen. Und es stimmt. Hubert Achleitner, als Musiker unter dem Namen Hubert von Goisern bekannt, ist in seinem Leben viel herumgekommen. Mit Anfang zwanzig wanderte er nach Südafrika aus, danach zog er nach Kanada und lebte anschließend auf den Philippinen. Mitte der Neunziger Jahre war er mit seiner Band „Alpinkatzen“ in aller Munde, er schauspielerte und komponierte Filmmusik. Bis heute ist er als Musiker aktiv und in diesem Sommer erscheint ein neues Album. Angesichts dieser Biografie ist es nicht verwunderlich, dass „flüchtig“ ein Werk voller feiner Beobachtungen und Erkenntnisse ist und zeigt, dass es manchmal die flüchtigen Bekanntschaften und Momente sind, die uns am meisten prägen und leiten. Und es zeigt, dass das Leben endlich ist.

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Trickster’s Queen (Trickster’s Duet, Band 2) von Tamora Pierce

Es ist mal wieder Zeit für einen Fantasyroman, der bereits vor einigen Jahren erschien. Wer meinen Blog kennt wird wissen, dass ich großer Fan der Autorin Tamora Pierce bin, deren Romane voller Magie, Spannung und starken Frauenfiguren stecken. Autorinnen wie Sarah J. Maas und Leigh Bardugo schätzen Pierce für ihre schriftstellerische Leistung. „Trickster’s Queen“ ist der zweite und abschließende Band der „Trickster’s Duet“-Dilogie, einer Reihe der Autorin, die ich kürzlich erst aufgestöbert habe. Ähnlich wie in ihren anderen Romanen geht es um eine junge Frau, die unter widrigen Umständen lernt, ihren Weg zu gehen.

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Neuerscheinungen Juli 2020 – Marie Graßhoff, André Aciman und mehr

Wie ich mich auf all diese Neuerscheinungen freue! Ganz besonders auf „Bohème“ von Jonas Zauels, der mich schon mit seinem Debüt „Alle Farben der Nacht“ begeistert hat. Außerdem werde ich „Elbendunkel 1: Kein Weg zurück“ von Rena Fischer lesen, Autorin der „Chosen„-Dilogie, und NATÜRLICH „Find me“ von André Aciman, denn wer will bitte nicht wissen, wie es mit Elio und Oliver aus „Call me by your name“ weitergeht? Sehr neugierig bin ich darüber hinaus auf die queere Fantasygeschichte „Rowan & Ash“ von Christian Handel und das herrlich-skurrile „CoDex 1962“ des isländischen Autors Sjón. Zu welchem Buch würdest du sofort greifen? Viel Spaß beim Stöbern!

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On Earth We’re Briefly Gorgeous von Ocean Vuong | Rezension

„On Earth We’re Briefly Gorgeous“ (dt. Auf Erden sind wir kurz grandios) von Ocean Vuong ist ein vielfach gelobter Debütroman. Er wird geschätzt für seinen lyrischen Schreibstil und für die Intensität seiner Geschichte. Vuong erzählt in autobiographischen Zügen von der Kindheit von Little Dog, die geprägt ist von den Nachwirkungen des Vietnamkrieges. Als er wenige Jahre als ist, wagt seine Familie den Neuanfang in den USA. Doch statt ihren Frieden zu finden, haben sie mit der unbekannten Sprache zu kämpfen und mit ihren Erinnerungen. Vuong spricht viele berührende, gewaltige und wichtige Themen an, dennoch ließ mich der Roman weitestgehend orientierungslos und emotional unberührt zurück. Ich wollte ihn so sehr lieben, doch für mich war er stilistisch nicht das Richtige. Darauf gehe ich gleich tiefer ein, doch zuvor möchte ich unbedingt auf weitere Buchbesprechungen von Lesern hinweisen, die von dem Roman begeistert waren. Diese sind am Artikelende verlinkt.

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Wild. Sie hören Dich denken von Ella Blix | Rezension

In ihrem neuen Roman „Wild. Sie hören Dich denken“ entführt uns das Autorinnen-Duo Ella Blix in die Wildnis, genauer gesagt in die Sächsische Schweiz. Nach „Der Schein“ haben sich Tania Witte und Antje Wagner erneut zusammengetan, um eine mysteriöse Geschichte für junge Leser zu schreiben. Um die Natur geht es, um Wälder und Tiere, und um vier jugendliche Straftäter, die in dem Camp „Feel Nature“ ihren Sommer verbringen sollen. Doch irgendetwas geht im Wald nicht mit rechten Dingen zu… Ich konnte es kaum erwarten, das neue Werk von Ella Blix in Händen zu halten! Hier erfahrt ihr, was mich an der Geschichte begeistern konnte, was mich etwas weniger überzeugte und weshalb ihr den Klappentext nicht unbedingt lesen solltet.

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An Ember in the Ashes von Sabaa Tahir | Rezension

Es ist nie gut, wenn ein Mensch oder eine Bevölkerungsgruppe denkt, sie sei besser, stärker oder klüger als andere Menschen und dominiert diese. Sei es aus religiösen, ethnischen, finanziellen oder sonst welchen Gründen. Das sehen wir aktuell in der Welt und das sieht man in „An Ember in the Ashes“ (dt. Elias & Laia – Die Herrschaft der Masken) von Sabaa Tahir. Auch in diesem Fantasy-Roman entspringt aus einem ungleichen Machtgefüge für jeden Einzelnen ein Leben voller Ungerechtigkeit, Angst und Gewalt. Keine leichte Kost. Doch wer sich darauf einlassen möchte, den erwartet ein spannungsreicher und emotionsgeladener Reihenauftakt mit wundervoll komplexer Handlung.

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Neuerscheinungen Juni 2020 – David Lopez und Marco Balzano

Es gibt sie immer wieder, die Monate, in denen nicht viele Bücher erscheinen, die mich neugierig machen. Der Juni 2020 ist so ein Monat. Nur zwei Romane haben es in meine Auswahl geschafft – ein Debütroman aus dem Hoffmann und Campe Verlag sowie ein italienischer Roman über die Zeit 1939 bis 1943 und das Bergdorf Graun, das einem Stausee weichen soll. Heute ragt aus jenem Stausee nur noch der alte Kirchturm als Mahnmal heraus. Beide Romane versprechen auf ihre Weise, spannend und interessant zu sein. Auf welche Neuerscheinungen freust du dich im Juni? Viel Spaß beim Stöbern!

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Dunkelgrün fast Schwarz von Mareike Fallwickl | Rezension

Mit ihrem Debütroman „Dunkelgrün fast Schwarz“ wirbelte Mareike Fallwickl die Welt der Buch- und Literaturblogger durcheinander. Kaum ein Tag verging, an dem sich Leser*innen nicht mit überschwänglichen Meinungen zu diesem Werk äußerten. Grund genug, gespannt zu sein auf die Geschichte von Moritz, Raffael und Johanna, deren Bekanntschaft ich nun endlich persönlich machen durfte. Wie haben sie mir gefallen? Moritz, der zurückhaltende, stille junge Mann ohne Rückgrat, Johanna, die junge Frau voller Sehnsucht, Selbstzweifeln und Selbsthass, und Raffael, der über allem zu thronen scheint, der Menschen um sich herum quält und mobbt, nur um seine Überlegenheit zu demonstrieren. Die Autorin beleuchtet auf äußerst berückende und bedrückende Weise die Dynamik dieser Dreiergemeinschaft.

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