Gewinnspiel | Falling Skye von Lina Frisch

In meiner Wahrnehmung waren Dystopien lange Zeit eine zu negative, zu erschreckende, zu drastische und schlicht unmögliche Vision einer Gesellschaft, Politik und Umwelt, als dass sie auch nur ansatzweise realistisch sein könnte. Doch das stimmt nicht (mehr). Autoren beobachten die aktuellen Entwicklungen und denken reale Szenarien weiter. So konstruieren sie eine fiktive Wirklichkeit, die nicht unmöglich ist, sondern die tatsächlich innerhalb weniger Jahre eintreten könnte. Ich denke hier an „GRM: Brainfuck„, eine sehr verstörende und zermürbende Dystopie von Sibylle Berg, oder „Die Mauer“ von John Lanchester. „Falling Skye“ richtet sich zwar an ein deutlich jüngeres Publikum, die Handlung ist dementsprechend weniger drastisch, dennoch werden auch hier wichtige Themen aufgegriffen. Hierzu erzählt die Autorin mehr in einem aufschlussreichen Nachwort.

Hier hast du nun die Chance, ein Exemplar der Dystopie „Falling Skye – Kannst Du Deinem Verstand trauen?“ von Lina Frisch zu gewinnen. Neugierig? In meiner Rezension zu „Falling Skye“ kannst du schon einmal ein wenig tiefer in die Geschichte reinschnuppern. Darüber hinaus findest du hier außerdem eine Leseprobe.

Worum es in Falling Skye geht

Nach einer großen Katastrophe sind die USA zu den Gläsernen Nationen geworden. Endlich ist Schluss mit Diskriminierung, Populismus und impulsiven Entscheidungen! Die Menschen werden in Ratio oder Senso eingeteilt – und zu ihrem eigenen Schutz unterliegen die Emotionalen strengen Auflagen. Als die 16-jährige Skye zu ihrer Testung einberufen wird, ist sie überzeugt, als mustergültige Rationale erkannt zu werden, der eine glänzende Zukunft bevorsteht. Doch die Prüfungen sind verstörend, und Skye fragt sich immer häufiger, welchem Zweck sie in Wahrheit dienen. Wer ist der mysteriöse Testleiter, der ihr auf Schritt und Tritt folgt? Und wohin verschwinden die Mädchen, die im täglichen Ranking abfallen? Zu ihrem Entsetzen muss Skye erkennen, wer in den Gläsernen Nationen den Preis für die neue Ordnung zahlen soll: sie selbst…

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So kannst Du teilnehmen

Du möchtest dein Glück versuchen? Dann beantworte in den Kommentaren diese Frage: Würdest du dich zu den Emotionalen (Senso) oder den Rationalen (Ratio) zählen – und warum? Das Gewinnspiel läuft bis zum 31. Januar 2020.

Teilnahmebedingungen

  • Kommentiere den Beitrag und beantworte die Frage.
  • Du folgst meiner Seite.
  • Falls du gewinnst und unter 18 Jahre bist, musst du eine Einverständniserklärung deiner Eltern vorweisen können, damit du deine Adresse an mich herausgeben darfst.
  • Als Gewinner musst du deine gültige E-Mail-Adresse angeben, damit wir Weiteres dort besprechen können.
  • Teilnahme aus Deutschland möglich.
  • Das Gewinnspiel endet am 31. Januar 2020 um 23:59 Uhr.
  • Der Gewinner/die Gewinnerin wird zwischen dem 1. und 2. Februar ausgelost und benachrichtigt.

Tempests and Slaughter (The Numair Chronicles, Band 1) von Tamora Pierce | Rezension

Sarah J. Maas, Leigh Bardugo und viele mehr bewundern Tamora Pierce für ihre Werke. Gleiches gilt auch für mich, seit ich ihre Alanna-Reihe mit zwölf Jahren in einer Schulbibliothek für mich entdeckt habe. Bei Tamora Pierce treffen detailliert ausgearbeitete Welten auf eine Handlung, die vor Ideenreichtum nur so strotzt. Ihre Figuren sind liebenswert und facettenreich, vor allem die Frauen sind stark und unabhängig. Hinzu kommt ein Schreibstil, der einen regelrecht in diese fremde Welt entführt. Nun erschien mit „Tempests and Slaughter“ der Auftakt einer neuen Reihen, genannt „The Numair Chronicles“, und ich habe mich mit Begeisterung darauf gestürzt. Was den Leser erwartet? Magie, Götter, Intrigen, Freundschaft und Liebe!

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Falling Skye – Kannst du deinem Verstand trauen (Band 1) von Lina Frisch | Rezension

Die USA sind zu den Gläsernen Nationen geworden, in denen Transparenz und Vertrauen groß geschrieben werden. Damit sollen Diskriminierung, Populismus und impulsive Entscheidungen der Vergangenheit angehören. Zu diesem Zweck werden Menschen in Rationale und Emotionale unterteilt, je nach natürlicher Veranlagung. Mit Hilfe eines Testverfahrens wird ermittelt, welchem „Trait“ man angehört. Klingt sehr nach der Dystopie-Reihe „Die Bestimmung“ von Veronica Roth? Auch hier werden Menschen in verschiedene Gruppen unterteilt, die ihrem Charakter am ehestens entsprechen. Es gibt anfangs tatsächlich zahlreiche Überschneidungen, wodurch meine Erwartungen im ersten Drittel etwas enttäuscht wurden. Doch dranbleiben lohnt sich, denn danach wurde ich überrascht: die Geschichte nimmt eine Wendung, mit der ich überhaupt nicht gerechnet hatte.

Die Traits sorgen für Gleichheit zwischen Hautfarben, Geschlechtern und Religionen. Das ist es, was mein Vater mir beigebracht hat und wofür die ganze Welt uns feiert. (Seite 278)

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Fünf Tage mit Dir von Laura Newman | Rezension

Ein Roadtrip durch Frankreich? Im Sommer? Dazu eine lockerleichte Liebesgeschichte und jede Menge Humor? „Fünf Tage mit Dir“ von Laura Newman hält genau das bereit, eine ideale Auszeit also während der dunklen und tristen Wintermonate. Die Autorin hatte mich schon mit einem ihrer früheren Romane überzeugt, „Jonah“, zu dem ihr bei Interesse hier mehr erfahren könnt, und sie hat es mit diesem Werk erneut geschafft. Was mich besonders für den Roman eingenommen hat, sind die authentischen Figuren und der wunderbare Schreibstil von Laura Newman. Sie erzeugt damit eine sehr intensive Atmosphäre, so dass man sofort in der Geschichte „drin“ ist. Man reist durch Frankreich, sieht und fühlt das Land, riecht den Lavendel und das köstliche französische Essen. Hinzu kommen Figuren, die man unmittelbar gern hat. Milla mit ihrer organisierten Art, die nur darauf zu warten schien, dass jemand wie Jaro, gelassen und in den Tag hinein lebend, ihr Leben durcheinanderwirbelt.

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Greta und die Großen von Zoë Tucker & Zoe Persico | Kinderbuch

Das vergangene Jahr wurde geprägt von der Fridays For Future-Bewegung rund um Greta Thunberg, die beschlossen hatte, Freitags zu streiken, bis die Regierungen der Länder etwas für die Natur, die Umwelt und schlussendlich für unser Klima tun. Im Verlauf des Jahres haben sich ihr unzählige Menschen angeschlossen, es wurden mehr Kinder und Jugendliche, die sich informierten und sich für einen Klimawandel einsetzten. Eltern, Großeltern, Forscher, Wissenschaftler kamen hinzu, und auch einige Politiker wurden von der Notwendigkeit von Veränderung überzeugt. Es war ein enorm spannendes, aber auch frustrierendes Jahr, denn bislang ist man in den meisten Ländern meilenweit davon entfernt, die Klimaziele zu erreichen. Dieses Thema wird uns also auch in 2020 weiterhin begleiten und sicherlich werden auch die Jüngsten irgendwann fragen: Was passiert da eigentlich? Warum demonstrieren auf der ganzen Welt so viele Kinder und Jugendliche? Hier setzt „Greta und die Großen“ von Zoë Tucker und Zoe Persico an. Das Duo hat, inspiriert von Greta Thunbergs Geschichte, ein Kinderbuch zum Thema Natur- und Umweltschutz herausgebracht, das einfache und kindgerechte Erklärungen für Kinder ab 4 Jahren liefert.

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The Wicker King von Kayla Ancrum | Rezension

Ich wage zu behaupten, dass niemand auch nur den Hauch einer Ahnung hat, worauf er sich mit „The Wicker King“ von Kayla Ancrum einlässt. Zumindest erging es mir so. Der Klappentext ließ mich eine vollkommen anders ausgerichtete Handlung erwarten, doch was ich stattdessen las, war intensiv. Dunkel. Mysteriös. Aufwühlend. Herzzerreißend. Die Krux an der Sache ist, dass man unter Umständen lange im Dunkeln tappt und den Kern der Geschichte nicht versteht. Doch das macht nichts, denn die Bilder und die Sprache sind so stark, dass man unweigerlich mitgezogen wird. Das Thema entfaltet sich schleichend, anfangs nur wenig greifbar, am Ende trifft es einen mit voller Wucht. Denn in der Welt von Jack und August verschmelzen Realität und Fiktion aus speziellen Gründen, die einem schier das Herz brechen. (Achtung, diese Rezension enthält Spoiler. Das Fazit ist spoilerfrei.)  

Jack pulled him in almost to his chest, then rested his head in the curve of August’s neck. „What would you do for me?“
August shivered while he thought up an answer. „I don’t know. Anything, probably.“
„Do you really mean that?“
(Seite 170)

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Neuerscheinungen im Januar – Anna Todd, Jay Kristoff und mehr

Ein neues Jahr sollte man nicht ohne neue Bücher beginnen! Daher zeige ich euch hier eine Auswahl an Neuerscheinungen, die ich persönlich spannend finde oder auf die ich gerne aufmerksam machen möchte. Ich selbst freue mich sehr auf „Das Gewicht der Worte“ von Pascal Mercier, denn ich liebe alles, was mit Sprachen zu tun hat, und ich liebe die Werke dieses Autors. Außerdem ist natürlich der neue Roman von Anna Todd, Autorin der „After“-Reihe interessant. Dabei handelt es sich um eine Neuinterpretation des Klassikers von Louisa May Alcott, der übrigens neu verfilmt wurde, unter anderem mit Timothée Chalamet, Saoirse Ronan, Emma Watson! Entweder kann das erfrischend anders sein oder richtig seicht. Wozu tendiert ihr? Und welche dieser Geschichten wäre euer Favorit? Viel Spaß beim Stöbern!

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Meine Buch-Highlights 2019

Das Jahr neigt sich dem Ende, also ist es an der Zeit, einmal auf das Lesejahr 2019 zurückzublicken. Welche Geschichten haben mich nachhaltig beeindruckt? Welche haben mich besonders überrascht? Welche haben mich am tiefsten berührt? Hier findet ihr meine Buch-Highlights 2019.

Emotional und überraschend: Die Stille zwischen den Sekunden

„Die Stille zwischen den Sekunden“ von Tania Witte packt einen von den ersten Seiten an. Bei diesem Jugendbuch blieben bei mir keine Wünsche offen: Die Figuren sind sehr authentisch und ihre Gefühle sind äußerst nachvollziehbar, der Schreibstil ist jung und frisch und die Spannung spitzt sich immer weiter zu, bis am Ende alles ganz anders ist, als man vermutet. Die Geschichte ist sehr emotional in jeglicher Hinsicht, es geht um Freundschaft und Liebe, aber auch um Verlust und die Bewältigung von Traumata. Trotz des herausfordernden Themas wirkt „Die Stille zwischen den Sekunden“ nie gestelzt oder gekünstelt, sondern immer echt und aus dem Leben gegriffen. Mein Urteil: Lesen lohnt sich sehr!

Zur vollständigen Rezension von „Die Stille zwischen den Sekunden“.

Intensiv und aufwühlend: Ein Sommer in Brandham Hall

„Ein Sommer in Brandham Hall“ von L. P. Hartley erzählt bedächtig, aber äußerst eindringlich von einem Jungen, der ungewollt und unwissend in die Heimlichkeiten einer verbotenen Liebe hineingezogen wird. Nichts schlimmes ahnend wird er zum Werkzeug von Erwachsenen, die ohne an mögliche Folgen zu denken, ihren Vorteil suchen. Der Roman ist kunstvoll geschrieben, sprachlich auf einem sehr hohen Niveau und reich an Symbolen. Eine Geschichte, die man nicht zum Zeitvertreib nebenher liest, sondern eine Geschichte, in der man vollends aufgehen kann, die einen einlädt, die Botengänge gemeinsam mit Leo zu gehen, die Welt mit seinen Augen zu sehen und gleichzeitig einen Blick über den kindlichen Tellerrand zu werfen und die zweite Erzählebene zu erleben. Denn Leo’s Erinnerungen sind nur die vordergründige Geschichte, dahinter tut sich eine ganze Welt an verschiedenen Figuren, Emotionen und Erfahrungen auf. Wundervoll!

Zur vollständigen Rezension von „Ein Sommer in Brandham Hall“.

Knallhart und bissig: GRM: Brainfuck

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„GRM: Brainfuck“ von Sibylle Berg reißt einem das Herz heraus und beraubt einem jeglicher positiver Gefühle, bis man vollständig ausgelaugt zurückbleibt. So erging es zumindest mir beim Lesen dieses politisch sowie gesellschaftlich brisanten Romans, in dem eiskalt, brutal und zynisch auf den Punkt gebracht wird, was in unserer heutigen Zeit bereits schief läuft und was in naher Zukunft noch mehr in eine Schieflage geraten kann. Wer auf der Suche nach einem mehr als herausfordernden Roman ist, der Themen wie Digitalisierung, Armut, das Versagen des Systems, Macht- und Profitgier und die Klimakrise anspricht, der ist hier genau richtig.

Zur vollständigen Rezension von „GRM: Brainfuck“.

Realistisch und nachdenklich stimmend: The Wall

„Die Mauer“ von John Lanchester wirkt wie ein bedrückender Blick in unsere Zukunft. Als Folge des Brexits und Klimawandels hat Großbritannien eine Mauer um das Land herum errichtet, um Flüchtlinge anderer Nationen fernzuhalten. Frauen und Männer werden je für zwei Jahre als Wachen auf der Mauer eingesetzt mit dem Ziel, niemanden der „Anderen“ durchzulassen. Sie stehen dort mit dem Bewusstsein, dass sie jeden Moment der Tod ereilen kann. Der Autor beschreibt dieses erschreckend realistische Szenario mit sehr viel Ruhe. Aber darin liegt tatsächlich eine Kraft, der ich mich nicht entziehen konnte. Ich folgte Joseph Kavanagh auf die Mauer, ich spürte die Kälte und ich bangte wie er um sein Leben. Ein starker Roman, der nachdenklich zurücklässt.

Zur vollständigen Rezension von „The Wall (dt. Die Mauer)“.

Mysteriös und gefühlvoll: Das Geheimnis von Shadowbrook

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„Das Geheimnis von Shadowbrook“ von Susan Fletcher ist ein Roman, der so gehaltvoll ist, dass es eine pure Freude ist, ihn zu lesen. Die schwüle Vorkriegs-Atmosphäre, der subtile Spuk im Anwesen Shadowbrook, die tratschenden und gleichzeitig so verschwiegenen Dorfbewohner, das exotische Gewächshaus und die weitläufigen Gärten, Clara, die versucht, eine wissenschaftliche Erklärung für die nächtlichen Ereignisse zu finden – all dies macht den Roman inhaltlich für mich zu einem Meisterwerk. Hinzu kommt die unfassbar klare und gleichzeitig poetische und feinsinnige Sprache der Autorin. Durch sie werden Landschaften und Figuren lebendig. Für mich eines der besten Bücher, das ich seit langem gelesen habe.

Zur vollständigen Rezension von „Das Geheimnis von Shadowbrook“.

Am Anfang eines Lebens von Hanna Hommes | Rezension

Die Rezension von „Am Anfang eines Lebens“ von Hanna Hommes wird ein Balanceakt, denn es ist eine fifty-fifty Angelegenheit. Ein Teil des Gesamtpakets gefiel mir gut, der andere Teil hingegen gefiel er mir leider nicht. Doch zunächst ein paar Worte zum Thema: Es geht um Katharina, eine junge Frau Anfang Dreißig, die ihr Leben, ihre Entscheidungen und schlussendlich auch sich selbst infrage stellt. Mit diesem Thema konnte ich mich gut identifizieren, denn in diesem Alter ist man meist im Beruf angekommen, vielleicht hat man schon eine Familie, und dann kommt die Frage: Bin ich eigentlich mit meinem Leben zufrieden? Und wenn nicht, welche Entscheidungen muss ich treffen und welche Folgen haben diese Entscheidungen? Auch ihre Beziehungen stellen Katharina vor viele Fragen. Wieso ist sie in einer Beziehung nie wirklich glücklich? Liegt es an der Beziehung, am Partner oder gar an ihr selbst?

Was hatte ich schon erreicht, eine Grundschullehrerin, die ein schlechtes Verhältnis zu ihren Eltern hatte, eine erwachsene Frau, die immer noch nicht wusste, wohin es in ihrem Leben gehen sollte, weil sie die wichtigen Entscheidungen in ihrem Leben falsch getroffen hatte. (Seite 126)

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The Dangerous Art of Blending In von Angelo Surmelis | Rezension

„The Dangerous Art of Blending In“ ist ein „Own Voice“ Roman, in dem Autor Angelo Surmelis seine eigene Kindheit und Jugend verarbeitet. Gleichzeitig hat er ein Werk in die Welt gesetzt, das zeigt, wie schwer es unter anderem Homosexuelle noch heute haben, von der Gesellschaft akzeptiert zu werden. Welche Ängste sie ausstehen müssen und wie ignorant und verurteilend einige Menschen, vor allem in Kleinstädten, sein können. Homosexualität ist also die eine Sache, doch Surmelis hatte als immigrierter Grieche auch eine strenge und gläubige Mutter, die ihn jahrelang misshandelte. In einer berührenden Autorennotiz schreibt Surmelis, dass seine Therapeutin ihm empfohlen habe, seine Erfahrungen zu Papier zu bringen, doch wann immer er damit begann, war der Prozess zu schmerzhaft. Erst die Erfindung von Evan, so der Name des Protagonisten in diesem Buch, ermöglichte es ihm, die notwendige Distanz zu erlangen. Hier ist seine Geschichte.

„I know how to do this. I do this all the time. Actually, this is what I do. I make everything okay. I make it all normal when it’s not at all.“ (Seite 169)

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