What If It’s Us von Becky Albertalli und Adam Silvera | Rezension

„I want to read it,“ Arthur says.  „Right now.“
„Really?“
„It’s you in a world of magic. Of course.“
„It’s really nerdy.“
„I like nerdy and I like you.“ (Seite 226)

Eine Kooperation von Becky Albertalli, Autorin von „Simon vs. the Homo Sapiens Agenda“, und Adam Silvera, Autor von „They both die at the End“, ist für viele Leser ein „match made in heaven“. Was kann dabei schließlich anderes herauskommen als ein phänomenal gutes Jugendbuch? „What If It’s Us“ ist tatsächlich in vielerlei Hinsicht eine wundervolle Geschichte, voller Wärme und Witz. Allerdings gibt es in meinen Augen auch Schwachstellen, die der Geschichte nicht erlauben mehr zu werden, und über eine süße Unterhaltung hinauszuwachsen. Mehr zu meinen Pros und Contras erfahrt ihr hier.

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H.O.M.E. – Das Erwachen (Band 1) von Eva Siegmund | Rezension

„Of course it is happening inside your head, Harry, but why on earth should that mean that it is not real?“ – Albus Dumbkedore (Seite 5)

Wer die Dystopie „Die Tribute von Panem“ von Suzanne Collins und die Trilogie „Die Bestimmung“ von Veronica Roth mochte, wird „H.O.M.E. – Das Erwachen“ von Eva Siegmund lieben. Dabei wirkt kaum etwas in dieser Geschichte geklaut und der fade Beigeschmack von das-habe-ich-schon-tausendmal-gelesen fehlt komplett. Zwar sind die Charaktere etwas stereotyp, doch das Szenario ist neu und interessant und das macht diese kleine Schwachstelle wieder wett. Bei mir punktete der Auftakt einer bis dato zweiteiligen Dystopie vor allem durch seine Spannung und Kreativität sowie Authentizität und dem vertrauten Setting, denn wir befinden uns, wie das Cover bereits verrät, während eines Großteils der Geschichte in Berlin.

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Neuerscheinungen im Januar 2019 – Kent Haruf, Veronica Roth und mehr

Auf ins Jahr 2019! Und wie könnte man das neue Jahr schöner einläuten, als mit ein paar guten neuen Geschichten. Hier zeige ich euch eine Auswahl der Neuerscheinungen im Januar, die mich am meisten neugierig gemacht haben. Es ist zwar für meinen Geschmack kein richtiges Wow-Buch darunter, doch insbesondere „Die Glocke im See“ von Lars Mytting und „Gotteskind“ von John Wray klingen sehr interessant. Welches sind eure Favoriten? Und auf welche Bücher freut ihr euch besonders im Januar? Viel Spaß beim Stöbern!

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Wie die Sonne in der Nacht von Antje Babendererde | Rezension

Ich lauschte in mich hinein, doch ich konnte keine Furcht in meinem Inneren finden. Im Gegenteil, ich spürte freudige Erregung, bei etwas dabei zu sein, das geheimnisvoll, verrückt und auch ein bisschen unheimlich war. (Seite 131)

„Wie die Sonne in der Nacht“ von Antje Babendererde erlaubt sehr interessante Einblicke in die Pueblo Kultur New Mexicos – in Geschichte, Kultur und Leben der indigenen Bevölkerung des Landes. Denn die Geschichte handelt von der jungen Mara, die ein Austauschjahr in New Mexico verbringt und kurz vor ihrer Rückreise dem geheimnisvollen, verwundeten Kayemo begegnet. Er hat seine Erinnerung verloren und scheint er vollkommen auf sich alleine gestellt zu sein, so dass Mara sich seiner annimmt und in ein spannendes Abenteuer stolpert, das ihr zugleich eine vollkommen neue Welt zeigt.

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To Keep You Safe – Warum wir leben von Judit Müller | Rezension

Ich stütze mich auf den Boden. Vertrocknete, verbrannte Erde. Überall Asche. Und wenn wir einen Flecken aschefreies Land gefunden haben, ist da nur Gras. Da ist nichts anderes mehr. Nichts Schönes. (Seite 12)

„To Keep You Safe“ von Judith Müller ist ein post-apokalyptischer Roman, der von einer Gruppe junger Menschen erzählt, die durch eine von Naturkatastrophen gezeichnete Welt wandern. Immer auf der Suche nach einem sicheren Ort zum leben, einem Ort zum ankommen. Bis dahin werden sie getrieben von der Hoffnung auf ein besseres Leben, auf einen Neubeginn. Doch ihr Weg birgt viele Gefahren, die sie an ihre persönlichen Grenzen treiben. Sie werden verfolgt, bedroht und verletzt. Eine beängstigende Stimmung, die sich durch den gesamten Roman zieht und die Handlung vorantreibt. Spannend erzählt und eine Geschichte, die zum nachdenken anregt.

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Gefesselt – Der Anfang von Elenor Avelle |Rezension

Geister nannten sie sie. Sie waren nur noch Hüllen ohne Seele. Man hatte ihnen ihre Persönlichkeit genommen. (Seite 9)

Elenor Avelle hat mit „Gefesselt – Der Anfang“ einen beklemmenden Roman mit einem erschreckend realistischen Szenario geschrieben. Ich war begeistert von der Kreativität der Autorin. So viele Ideen, so viele ungeahnte Wendungen! Gleichzeitig lässt sie sich für ihre Erzählung Zeit, nichts wirkt überstürzt abgehandelt, alles folgt einem beständigen Rhythmus. Worum geht es: Rebecca und ihre Zwillingsschwester Gabriella sind hochintelligent und zahlreiche Unternehmen buhlen darum, sie als Mitarbeiter zu gewinnen. So auch Genetics. Gabriella genießt den vermeintlichen Ruhm und beginnt, für Genetics zu arbeiten, doch es dauert nicht lange, ehe sie spurlos verschwindet. Was kann bloß passiert sein? Rebecca beginnt mit der verzweifelten Spurensuche.

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In der Nacht hör‘ ich die Sterne von Paola Peretti | Kurzrezension

Ich fürchte mich vor der Dunkelheit in meinen Augen. Ich heiße Mafalda, bin neun Jahre alt und kurz davor zu erblinden. (Seite 9)

Eines Tages nichts mehr sehen zu können, ist eine beängstigende Aussicht. Eine, der sich die neunjährige Mafalda in dem Roman „In der Nacht hör‘ ich die Sterne“ stellen muss, als die Ärzte eine seltene Augenkrankheit bei ihr feststellen. Wie geht man als Kind damit um, dass die Sicht schleichend, aber unaufhaltsam schlechter wird? Welche Ängste und Sorgen hat man? Wie versucht man vielleicht, das unvermeidbare erträglicher zu machen? Diese Überlegungen stellt Autorin Paola Peretti an, und das sehr einfühlsam, denn sie teilt das Schicksal ihrer kleinen Protagonistin – sie selbst wurde mit der Diagnose Morbus Stargardt konfrontiert, die zu vollkommener Erblindung führt. Wer kann sich also besser in die Lage von Mafalda hineinversetzen als sie?

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Hör auf zu lügen von Philippe Besson | Rezension

Ich stehe zu dem, was ich bin. Gewiss nur still. Doch in entschlossener Stille. Stolz. (Seite 22)

Philippe Besson erzählt in „Hör auf zu Lügen“ eine ganz besondere Geschichte, nämlich seine eigene. Er erzählt von seiner großen Jugendliebe Thomas, einem Jungen, der in dem Glauben aufwächst, Homosexualität sei etwas, das nicht richtig ist. Ein widernatürlicher Drang. So verleugnet Thomas sich selbst, seine Bedürfnisse und Wünsche, und kämpft für den Großteil seines Lebens dagegen an. Besson erzählt von ihrem Kennenlernen und wie er sich unmittelbar in Thomas verliebte, in seine stille Art, seine Wortkargheit. Er, der seine Homosexualität nicht an die große Glocke hängt, sie aber auch nicht bewusst verheimlicht, der dazu steht und nichts unnatürliches daran findet, begegnet einem jungen Menschen, der ganz anders damit umgeht. Wie kann sich unter diesen Umständen eine Liebesgeschichte entfalten? Dieser wundervolle Roman erzählt davon.

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Wildnis ist ein weibliches Wort von Abi Andrews | Rezension

Meine Reise wird über See und Land führen, eine heldenhafte Odyssee, ich ganz allein, ein Mädchen, auf einer weiblichen Suche nach Authentizität. (Seite 14)

Island, Grönland, Kanada, Alaska – das sind allesamt Orte der Welt, die ich bereisen möchte. Absolute Sehnsuchtsorte. Ein Roman, in dem eine junge Frau genau diese Länder bereist, ist daher ein Roman, den ich ohne Wenn und Aber lesen muss. In „Wildnis ist ein weibliches Wort“ von Abi Andrews begibt sich Erin hinaus in die Welt, sie will beweisen, dass Frauen genauso Entdecker sein können, wie Männer. Sie will nicht an Heim und Herd gebunden sein, sie will ihren Horizont erweitern und sich selbst an ihre Grenzen bringen. Erleben, wozu sie fähig ist, und gleichzeitig die Kraft der Natur erfahren. „Into the Wild“, aber eben aus Sicht einer Frau. Ein großartiges Thema! Doch leider dämpfte die Umsetzung meine Begeisterung erheblich.

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Neuerscheinungen im November 2018 – Bianca Iosivoni, Maggie Stiefvater und mehr

Wie jedes Jahr finde ich im November relativ wenige interessante Neuerscheinungen. Die Frankfurter Buchmesse ist vorbei und während im Oktober ein tolles Buch das nächste jagte, herrscht nun offenbar eine kleine Flaute. Aber gut, es ist ja nicht so, als hätten wir nicht genug Bücher zum lesen bei uns auf dem SuB 🙂 Auf mich warten zumindest noch zahlreiche ungelesene Bücher aus dem Oktober (hier gelangst du zur Übersicht der Oktober-Neuerscheinungen inklusive direktem Link zur Leseprobe.) Doch nun, schaut rein, was der November bringt und erzählt mir gerne, auf welches Buch ihr euch besonders freut und welches ich womöglich noch in dieser Liste vergessen habe!

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