Quallen altern rückwärts von Nicklas Brendborg | Rezension

Was passiert eigentlich in unserem Körper, wenn wir altern? Warum werden manche Menschen älter als andere? Und warum werden einige Menschen im Alter krank, während andere bis zuletzt gesund bleiben? Diesen und vielen anderen Fragen geht Nicklas Brendborg, Postdoktorand für Molekularbiologie an der Universität Kopenhagen, in seinem Sachbuch „Quallen altern rückwärts“ nach. Vor allem aber widmet er sich der Frage, wie wir Menschen möglichst lange ein gesundes Leben führen können und bezieht hierbei den aktuellen Stand der Altersforschung ein. Mich machte vor allem neugierig, dass Brendborg sich dem Thema sowohl kulturell und historisch als auch wissenschaftlich nähert – ein spannender Rundumblick, über den ihr hier mehr erfahrt.

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Das Spiegelhaus von Carole Johnstone | Rezension

Undurchschaubar, düster und klaustrophobisch ist „Das Spiegelhaus“ von Carole Johnstone. Ein psychologischer Spannungsroman, der mich lange Zeit im Dunkeln tappen ließ. Geht es um fantastische Welten, ähnlich derer von „Die Chroniken von Narnia“? Handelt es sich um ein Familiendrama? Einen Krimi? Erlebt man die Geschichte aus Sicht einer psychisch erkrankten Protagonistin? Diese und mehr Fragen haben sich bei mir im Laufe des Lesens angehäuft und ich schwankte mal mehr und mal weniger in die eine oder andere Richtung. Fakt ist, dass sich dieser Roman nicht in eine Schublade stecken lässt und das fand ich sensationell gut. Herauszufinden, was es wirklich mit dem Spiegelhaus und Els Verschwinden auf sich hat, was Cat und ihre Zwillingsschwester in ihrer Kindheit erlebt haben und weshalb es so wichtig ist, dass Cat sich an diese Erlebnisse erinnert, hielt mich in Atem und hat mir extrem spannungsreiche Lesestunden beschert.

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100 Karten, die deine Sicht auf die Welt verändern | Rezension

„100 Karten, die deine Sicht auf die Welt verändern“ ist eine von KATAPULT herausgegebene Sammlung unterschiedlichster Grafiken, die auf Basis von Statistiken und Studien der Sozialwissenschaften gebaut wurden. In knalligen Farben, anschaulich, mal ernst und (des Öfteren) humorvoll, bringen sie spannende Zusammenhänge ans Licht und regen zum Nachdenken an. Besser bekannt ist KATAPULT dem einen oder anderen vielleicht durch das vierteljährlich erscheinende Magazin, in dem sich Redakteur*innen, Grafiker*innen, Layouter*innen und mehr mit Themenbereichen von Klima und Nachhaltigkeit bis hin zu Migration auseinandersetzen. Für mich ist dieses Buch der erste Kontakt mit KATAPULT und hier erfahrt ihr, wie es mir gefallen hat.

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Crush von Tracy Wolff | Rezension

„Crave“ von Tracy Wolff hatte mich im letzten Jahr sehr begeistert. Die Mischung aus Humor, Spannung und Bauchkribbeln ließ mich das Buch beinahe nicht aus der Hand legen. Gar keine Frage also, ob ich Band 2 lesen würde – natürlich musste ich mit „Crush“ so schnell wie möglich nachziehen. 684 Seiten stark versprach es, eine komplexe Fortsetzung zu werden, in der Wolff Hintergründe beleuchtet, sich die Figuren weiterentwickeln und vor allem viele Fragen beantwortet werden. Denn Band 1 endet mit einem richtig fiesen Cliffhanger, als Grace sich schützend vor Jaxon stellt und von Hudsons Schwerthieb getroffen wird. Was also ist mit Grace geschehen? Ist Hudson zurück? Und wie geht es mit Jaxon und Grace weiter?

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Neuerscheinungen im Frühling 2022 – März bis Juni

Endlich ist es geschafft – ich habe alle aktuellen Verlagsvorschauen durchstöbert und zeige euch hier einen großen Schwung an Neuerscheinungen der Monate März bis Juni, die ich besonders spannend, interessant oder wichtig finde. Ab 2022 wird es auf meinem Blog nämlich keine monatlichen Zusammenstellungen mehr geben. Stattdessen stelle ich umfangreichere Buch-News zusammen, die sich grob an den Jahreszeiten orientieren.

Damit ihr bei dieser Masse an Neuerscheinungen nicht den Überblick zu verliert, findet ihr direkt zu Beginn eine Cover-Bildergalerie mit allen im Beitrag genannten Büchern. Außerdem könnt ihr per Sprungmarke direkt zum aktuellen Monat springen – oder eben zu dem Monat, der euch momentan interessiert. Im Beitrag selbst findet ihr wie immer die relevantesten Infos zu jedem Buch, per Klick auf das Cover gelangt ihr außerdem auf die jeweilige Verlagsseite mit vielen weiteren Infos, wie Leseproben, Autor*innen-Infos usw. Und nun, wie immer: Viel Spaß beim Stöbern!

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Die Reise des Elias Montag von Jonas Zauels | Rezension

Nach „Alle Farben der Nacht“ und „BOHÉME“ ist „Die Reise des Elias Montag“ der dritte Roman, den ich von Jonas Zauels gelesen habe. Und wieder wurde ich überrascht, von der Tiefgründigkeit, von den Interpretationsmöglichkeiten und von den Emotionen, die auf mich wie roh in Stein gemeißelt wirkten, aber gerade dadurch umso intensiver hervortraten. Diese, einem Roadtrip ähnliche Geschichte, steckt voller trauriger Sehnsucht – nach Freiheit, nach einem Ziel, nach einem Sinn im Leben. Und nach der Liebe. Elias, der von seiner Freundin betrogen wurde, hat sich abgeschottet. Er trinkt, er kifft, er raucht, er schreibt, hat gefühllosen Sex und trauert der verlorenen Beziehung nach. Er lenkt sich ab, erst mit einem Kurztrip mit Freunden und dann nimmt er Reißaus mit Vivian, die, aus der Psychiatrie geflohen, nun auf der Flucht vor der Polizei ist.

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Heartstopper (Volume 1) von Alice Oseman | Rezension

Im Jahr 2016 begann Alice Oseman an einem Herzensprojekt zu arbeiten – „Heartstopper“, eine Webcomicserie über Charlie und Nick, die bereits Nebenfiguren in Osemans Roman „Solitaire“ waren. Es geht um ihr Kennenlernen, ihre Freundschaft und wie sie sich ineinander verlieben. Charlie, der ein Jahr lang gemobbt wurde, nachdem er sich als homosexuell geoutet hatte und Nick, der freundliche Rugbyspieler, der im Laufe des ersten Bandes erkennt, dass er sich nicht nur zu Mädchen hingezogen fühlt. Der Webcomic war so erfolgreich, dass zwei Jahre später die erste englische Printausgabe als Graphic Novel erschien, eine Netflix-Adaption soll folgen. Allerhöchste Zeit also, dass Deutschland nun mit einer deutschsprachigen Ausgabe nachzieht. Wie mir die Graphic Novel gefallen hat, erfahrt ihr hier.

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Quiet Girl: Geschichten einer Introvertierten von Debbie Tung | Rezension

Menschen mit einer extrovertierten Persönlichkeit sind, grob gesagt, kontaktfreudig und geselliger. Sie beziehen ihre Energie aus dem Kontakt mit anderen Menschen. Introvertierte Menschen hingegen halten sich lieber zurück und ausgiebige soziale Interaktion entzieht ihnen Energie, sie brauchen Zeiten der Ruhe, um einen notwendigen Ausgleich zu schaffen. In der Graphic Novel „Quiet Girl: Geschichten einer Introvertierten“ hat Autorin und Illustratorin Debbie Tung typische Erlebnisse und Erfahrungen eines introvertierten Menschen zusammengestellt – vom Studium bis ins Berufsleben hinein. Wie fühlt es sich an, von einer Vielzahl an Partys überfordert zu sein? Wieso strengt es so an, viele Menschen um sich zu haben? Mit welcher Ausrede kann ich heute zu Hause bleiben? Diese und viele Fragen mehr stellt sich die Protagonistin und trifft damit sicherlich den Nerv vieler introvertierter Menschen.

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XOXO von Axie Oh | Rezension

Das Cover von „XOXO“ von Axie Oh hatte mich sofort in den Bann gezogen – und auch das Thema fand ich spannend, da ich mich momentan in die Welt der koreanischen und chinesischen Serien-, Comic- und Musik-Welt vortaste. Alles rund um die sogenannten Idols, ihr Werdegang und die Lebensumstände, waren mir bis vor kurzem beispielsweise vollkommen unbekannt. Eine ganz fremde Welt, mit der ich mich absolut nicht identifizieren kann, über die ich aber dennoch mehr erfahren wollte. Schließlich nehmen Seriendramen aus Korea, China und Japan auf Netflix zu und auch K-Pop Bands wie BTS sind in Deutschland längst angekommen. „XOXO“ greift all diese Themen auf und Axie Oh strickt daraus eine Liebesgeschichte zwischen Jaewoo, einem Mitglied einer südkoreanischen Boyband, und Jenny, einer gebürtigen Koreanerin, die jedoch seit ihrer Kindheit in den USA lebt.

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Hard to say I love you von Julie Chapel | Rezension

„Hard to say I love you“ von Julie Chapel ist der erste Roman, den ich aus dem Programm des neuen Paperback-Labels Moon Notes der Verlagsgruppe Oetinger gelesen habe. Ein Label mit der Überzeugung, „dass alle Menschen gleich sind. Geschlecht, Alter, Aussehen, Religion, und sexuelle Orientierung spielen für uns keine Rolle. Es zählt nur die Leidenschaft für Bücher.“ Wer sich also abseits dieses Titels umschauen möchte, dem sei das sehr ans Herz gelegt. In „Hard to say I love you“ geht es um die Liebe zum geschriebenen Wort, sei es Slam Poetry, Kurzgeschichte, Haiku und mehr. Zudem geht es um (CN) Mobbing, den Verlust von Familienmitgliedern und darum, wie das kreative Schreiben und die Liebe dazu beitragen können, sich mit diesen Erfahrungen auseinanderzusetzen und sie zu verarbeiten.

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