Die Schlange von Essex von Sarah Perry | Rezension

Atmosphärischer Blick auf London und Essex im Jahr 1893. Auf Medizin und Kirche, gesellschaftliche Konventionen und die Wirrungen der Liebe.

„Die Schlange von Essex“ von Sarah Perry ist auf die vielfältigste Weise ein faszinierendes Buch, das den britischen Buchpreis 2017 für den besten Roman vollkommen zu Recht gewonnen hat. Die Autorin spielt darin die unterschiedlichsten Themen gegeneinander aus: Medizin und Wissenschaft gegen Religion und den Glauben, Armut gegen Wohlstand, das Leben in der Stadt gegen das Leben auf dem Land, Wahn gegen Realität, Liebe gegen Vernunft. Alles zusammen ergibt ein äußerst eingehendes und nuanciertes Bild von London und Essex im Jahre 1893, mitten im sogenannten Viktorianischen Zeitalter. Mehr Details zu diesem besonderen Werk erfahrt ihr in meiner Rezension.

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Leseparty und Frankfurter Buchmesse 2017

Vom 11. bis 15. Oktober strömen wieder Tausende Menschen zur Frankfurter Buchmesse 2017, um sich zwischen Buchrücken in den wundervollsten Geschichtenwelten zu verlieren. Füße werden platt gelaufen, Rücken werden unter der Last schwerer Rucksäcke schmerzen und die Nerven werden blank liegen, wenn ein Termin auf den nächsten folgt oder der heißgeliebte Autor Autogramme verteilt.

Für alle, die nicht oder nur – wie ich – für einen Tag dort sein können, gibt es aber wie immer eine ganz hervorragende Alternative, die Leseparty zur Frankfurter Buchmesse, initiiert von Petzi (Die Liebe zu den Büchern) und Jess (primeballerina’s books) und mit tatkräftiger Unterstützung von Alexandra (Bücherkaffee) und Evi (Literat(o)ur Blog).

Die Bücherliebe feiern

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Die Leseparty startet am Donnerstag, 12. Oktober um 18 Uhr und endet am Sonntag, 15. Oktober, um 20 Uhr. Der Einstieg ist jederzeit möglich. Beiträge auf Twitter oder Instagram zur Leseparty finden alle, die mitmachen möchten, unter dem Hashtag #Leseparty. Um auch ja keine Neuigkeiten zu verpassen, kannst du der Veranstaltung außerdem auf Facebook folgen.

Da sowohl Jess als auch Petzi dieses Jahr selbst auf der Messe sein werden, fallen die Blitzverlosungen zwar aus, die Leseparty soll jedoch nicht ganz ohne Überraschungen auskommen müssen – etwas ist geplant und wir dürfen gespannt sein. Abgesehen davon liegt der Schwerpunkt ja sowieso vielmehr auf dem Austausch miteinander! Wer ist auch dabei?

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Bloggertreffen auf der Frankfurter Buchmesse

Wer bei der Frankfurter Buchmesse dabei sein kann, wird auf zahlreiche Blogger treffen. Hast du dich schon verabredet? Falls nicht, gibt es zwei tolle Aktionen:

Ich freue mich schon unglaublich darauf, viele wundervolle und liebe Blogger endlich einmal persönlich kennenzulernen! 

Einmal im Jahr für immer von Sarah Ricchizzi | Rezension

Eine intensive Geschichte über das Leben und den Tod. Gleichzeitig sprühend vor Humor und Lebensfreude.

Ich habe den allergrößten Respekt vor Autoren und noch etwas größeren Respekt habe ich vor Autoren, die als Selfpublisher alles mehr oder weniger alleine auf die Beine stellen. Die Freude am Schreiben, am Geschichten erzählen, treibt sie aber alle gleichermaßen dazu an, sich jeden Tag an ihren Text zu setzen und daran zu feilen, bis er perfekt ist. Ich muss dies meiner Rezension vorwegnehmen, da ich über den Blog von Sarah Ricchizzi einen Teil des Schreib- und Entstehungsprozesses von „Einmal im Jahr für immer“ miterlebte. Was für eine Arbeit hinter einem Buch steckt! Umso magischer war folglich der Moment, als ich das Ergebnis dann mit eigenen Augen sah und es tatsächlich in Händen hielt! Mächtig aufgeregt und ein wenig nervös habe ich begonnen, es zu lesen. Wie es mir gefallen hat, erfahrt ihr in meiner Rezension.

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Die Hexenholzkrone 1 von Tad Williams | Rezension

Bücher von Tad Williams sind ein wahrer Schatz. Punkt. Ich könnte es hierbei belassen…

…mache ich aber natürlich nicht. Denn das wäre dem Werk von Tad Williams nicht angemessen. Mit seiner Osten Ard-Reihe, in die er seine Leser erstmals bereits vor 30 Jahren entführte, hat Williams ein episches Meisterwerk geschaffen. Wo heute vielleicht gesagt wird, Sarah J. Maas sei die Königin der fantastischen Erzählkunst, der möge bitte „Die Hexenholzkrone 1“ lesen – oder besser noch die vollständige Reihe, angefangen mit „Der Drachenbeinthron“. Dieses Buch war für mich als Teenager als absolute Entdeckung, ohne die ich dem Genre High Fantasy jetzt sicherlich kaum Beachtung schenken würde. Also, danke, Herr Williams!

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Neuerscheinungen | Oktober 2017 – Leigh Bardugo, Cassandra Clare und mehr

Wie naiv war ich, zu sagen, dass der September viel zu viele tolle Neuerscheinungen bereit hält. Der Oktober übertrifft den September um ein Vielfaches – es locken so wunderbare, großartige, überaus interessante und schlichtweg zauberhafte Bücher, dass ich gar nicht so recht weiß, welches ich zeigen und am liebsten lesen möchte. „Lord of Shadows“ von Cassandra Clare habe ich immerhin schon auf Englisch gelesen (puh, eines weniger), „Das Lied der Krähen“ von Leigh Bardugo besitze ich zumindest schon auf Englisch – doch alle anderen? Hilfe! Ich möchte sie alle lesen 🙂 Welches ist euer Favorit? Könnt ihr euch auf weniger als drei beschränken?

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Palast der Finsternis von Stefan Bachmann | Rezension

Unheimlich und spannend. Ein klassisches Mystery-Horror-Abenteuer.

Auf „Palast der Finsternis“ von Stefan Bachmann wurde ich schon beim Anblick der Leseprobe neugierig. Das Cover sieht so herrlich düster-unheimlich aus und sowohl Titel als auch Klappentext klangen mindestens ebenso verheißungsvoll. Ich liebe gute Gruselgeschichten – auch wenn ich sie nicht abends vor dem Einschlafen lesen kann. Doch tagsüber sorgen sie für genau die richtige Dosis Gruselfaktor. Am liebsten sind mir klassische und gradlinige Storys, mit Spukhäusern und seltsamen Erscheinungen. Barbara Erskine ist eine Autorin, deren Romane teils diese Richtung einschlagen. In „Palast der Finsternis“ schreibt Bachmann nun über einen unterirdischen Palast und Räume, in denen sich Abgründe auftun – ich fühlte mich extrem angesprochen.

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Alle Farben der Nacht von Jonas Zauels | Rezension

Sprachgewaltiges und intensives Roman-Debüt, das erschüttert und berührt. 

Für manche Rezensionen fühle ich mich zu klein. Ich fühle mich ihnen nicht gewachsen, vor allem, wenn mich der Roman sprachlich und inhaltlich so sehr gefangennimmt und beeindruckt, wie dieses Debüt: „Alle Farben der Nacht“ von Jonas Zauels. Der Autor, gerade einmal Mitte zwanzig, schreibt so gut. Metaphorisch, philosophisch, nüchtern, poetisch, gleichzeitig jugendlich und reif – seine Worte fühlen sich schlicht energiegeladen an. Herrje, manchmal kann man einfach nur dankbar sein, auf ein Buch aufmerksam gemacht worden zu sein.

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Coldworth City von Mona Kasten | Rezension

Solide Geschichte mit gewohnten Erzählmustern. Ich fühlte mich nur mäßig unterhalten.

Mona Kasten ist seit Erscheinen ihres New Adult Romans „Begin Again“ im vergangenen Jahr in aller Munde. Im Mai 2017 erschien die Fortsetzung „Feel Again“, die ebenfalls die Leser begeisterte. Ich habe mich diesem „Hype“ bewusst entzogen, war aber umso neugieriger, als ich auf diesen neuen Roman von ihr aufmerksam wurde. Mit „Coldworth City“ wendet sie sich dem Genre Fantasy zu und erzählt von Mutanten sowie einer unbarmherzigen Organisation, die Menschen mit außergewöhnlichen Fähigkeiten für ihre Forschungszwecke missbraucht. Das Thema ist sicherlich nicht die Neuerfindung des Rades, doch angesichts der recht großen Begeisterung für ihre Werke, erwartete ich eine Überraschung.

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Vintage von Grégoire Hervier | Rezension

Ein Roadtrip durch die Welt des Blues. Voller Liebe und Leidenschaft für Musik und Gitarren. Ansteckungsgefahr!

Ich höre weder Blues, noch spiele ich Gitarre. Auch für Musikgeschichte interessiere ich mich nicht sonderlich. Doch es gibt Bücher, die das Interesse für Themen wecken, die einen im Alltag nicht berühren. Bücher, die nicht nur das Interesse wecken, sondern eine wahre Leidenschaft während des Lesens entfachen! Bisher ist mir das passiert bei „Die Spuren meiner Mutter“ von Jodi Picoult (Elefantenliebe), „Nordnordwest“ von Sylvain Coher (Segelleidenschaft und Meerliebe) und bei „Die Launenhaftigkeit der Liebe“ von Hannah Rothschild (Kunstleidenschaft). Alles großartige Bücher, die man gelesen haben sollte, finde ich. In diese Riege reiht sich nun „Vintage“ von Grégoire Hervier ein. Ein Roman, der mich die Liebe zum Blues lehrte und die Leidenschaft für Gitarren weckte.

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Das Reich der Sieben Höfe – Rosen und Dornen von Sarah J. Maas | Rezension

Verführerisch, magisch und geheimnisvoll. Schonungslos und spannend, aber nicht frei von Klischees und Stereotypen. 

Meine fünfjährige Tochter kann nicht genug von dieser Geschichte bekommen: Als ich „A Court of Thorns and Roses“ (Das Reich der sieben Höfe – Rosen und Dornen) von Sarah J. Maas etwa zu zwei Dritteln gelesen hatte, erzählte ich ihr in Grundzügen davon. Darauf sagte sie: Mama, lies schnell das Buch fertig, damit du mir das Ende der Geschichte erzählen kannst! Mir erging es nicht anders als ihr – auch ich mochte diesen Auftakt einer neuen Reihe der Autorin ungern zur Seite legen, auch wenn er mich nicht so sehr gepackt hat, wie andere berichteten. Ein Fangirl bin ich also (noch) nicht. Warum das so ist, erfahrt ihr in meiner Rezension.

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